So fasste Bürgermeister German Hacker (SPD) das Gespräch zusammen, an dem neben der Stadt auch das Wasserwirtschaftsamt, das Landratsamt, der Fischereiverein und der Betreiber der Aurachmühle teilnahmen.
Anlass der Unterredung war die Tatsache, dass über den sogenannten O-Fall in trockenen Zeiten kein Wasser in den Auracharm läuft, sondern es von der Stadtmühle zur Nutzung abgezweigt wird. Völlig rechtens übrigens, wie das Landratsamt laut Hacker auch noch einmal betonte.

Aber was offenbar keiner wusste und sich dann bei einem spontanen Test vor Ort zeigte: Es genügt bereits ein kleines Rinnsal, um die Aurach wieder mit Frischwasser und Sauerstoff zu versorgen und den katastrophalen ökologischen Zustand dort zu beenden.

Mühlenbesitzer Helmut Körner stellte in seiner Mühle die Wasserzufuhr etwas niedriger und plötzlich plätscherte das Nass über den O-Fall.
Der Physiker Hacker machte die Probe aufs Exempel und errechnete, dass etwa drei Liter pro Sekunde flossen. Eine sehr geringe Menge, aber den Fischern genügte das wohl bereits, so Hacker.
Der Verein war mit Vorsitzendem Horst Olbrich und drei Mitgliedern gekommen. Wenn diese Menge dauerhaft fließt, dann genüge das auch, sei gesagt worden. Und wie reagierte Helmut Körner? Diese kleine Menge mache ihm nichts aus, die könne er gern beisteuern, ohne Einbußen fürchten zu müssen. Wenn man sich bei fünf bis zehn Liter pro Sekunde einpendeln könne, dann ist auch Umweltbeauftragte Monika Preinl zufrieden. Sie freut sich über die Belebung der Aurach. Gleichwohl müsse man wissen, dass der Fluss zumindest in trockenen Monaten dort weiter wenig Wasser haben werde.