Ein Plakat in der Größe eines Schaufensters verkündete es: Auch ein Christkind wird einmal erwachsen. Das Herzogenauracher Christkind Nina Möhrenschlager feierte am Donnerstag ihren 18. Geburtstag.

Vor der Textilreinigung Möhrenschlager an der Würzburger Straße blieben die Leute stehen, "Hallo Nina, heute bist Du 18 Jahre", stand in großen bunten Buchstaben zu lesen. "Dass die was vorhaben, war mir schon klar, aber ich wusste nicht was und war natürlich total überrascht", strahlte Nina. Schon am Abend vorher wurde ein bisschen in den Geburtstag reingefeiert.


Ein Auto als Geschenk

Bereits da gab es eine Überraschung, Nina bekam einen Ford Ka als Geburtstagsgeschenk und am Abend des Geburtstages war das Auto wieder verschwunden. Pünktlich um Mitternacht wurde Nina hinaus begleitet, dort warteten Freunde und Bekannte, um ein Ständchen zu singen. Da stand dann auch das Auto, bemalt und geschmückt mit blinkenden Schleifen und bunten Luftballons.

Nina Möhrenschlager war in diesem Jahr zum neunten Mal Christkind in Herzogenaurach und möchte es nächstes Jahr nochmal darstellen. "Zehn Jahre möchte ich schon machen", erklärte sie. Schließlich habe eigentlich jeder Auftritt Spaß gemacht und gerade mit Kindern habe sie unvergessliche Augenblicke erlebt. "Die strahlenden und staunenden Augen der Kinder, wenn sie mir ihre Wünsche und Wunschzettel anvertraut haben, werde ich nicht vergessen", lächelte das Christkind. Im kommenden Jahr möchte sie eine Ausbildung beginnen und würde gerne in der Immobilienbranche arbeiten.


Wünsche bleiben geheim

Das Christkind absolvierte etwas mehr als 30 Auftritte in und rund um Herzogenaurach bis nach Frauenaurach, besuchte Weihnachtsfeiern von Vereinen, unter anderem auch die Feier der Arbeiterwohlfahrt. Sie schaute auch in Seniorenheimen vorbei. "Die Leute freuen sich, wenn ich komme, das ist für die Bewohner eine Abwechslung." Total angetan war das Christkind von ihrem Besuch im Kindergarten in Hammerbach.

"Die Kinder waren total goldig, das ist auch für mich etwas Besonderes, ich bekam viele Wunschzettel in die Hand gedrückt", erzählte Nina. Die auch alle Wunschzettel aufbewahrt und gelesen hat. "Es ist total rührend, wie die Kleinen ihre Wunschzettel gestalten, mit Zeichnungen und ihren Wünschen, die ich natürlich nicht verraten darf. Das bleibt unser Geheimnis."