An der Erlanger Straße, auf Höhe der Berufsschule kurz nach dem Ortsschild von Herzogenaurach, liegt ein kleines, fast freies Areal, auf das genau vier Atriumhäuser passen würden. Das dachte sich Gabriela Neukirch-Zenger und fragte im Rathaus nach, ob so ein Baugesuch denn eine Chance auf Genehmigung hätte. Das hat es so aber offenbar nicht, befand am Mittwochabend der Bauausschuss. Denn die gewünschte Form der Häuser würde sich dort so gar nicht ins Bild einfügen wollen, argumentierte Bürgermeister German Hacker (SPD).

Wenn der Streifen entlang der Straße schon bebaut werden dürfe, dann höchstens mit Häusern mit Satteldächern. Doppelhäuser sind da seiner Meinung nach vorstellbar, sagte Hacker.

Schon wegen der dortigen Verkehrsdichte erscheint das Vorhaben ein schwieriges Unterfangen, wie die kurze Diskussion im Bauausschuss erkennen ließ. In einem waren sich die Räte mit der Verwaltung einig: Keinesfalls dürfte die Erschließung über den oberhalb verlaufenden Radweg erfolgen.

Das aber hatte die Antragstellerin auch gar nicht bezweckt, denn eine Zufahrt sei schon möglich, attestierte auch Susanne Strater vom Bauamt der Stadt. Zwei existieren auf den Plänen für das Grundstück, auf dem noch ältere Gebäude stehen. Dass in den vier Häusern aber jeweils mehrere Wohneinheiten entstehen sollen, könne allerdings Probleme bei den Stellplätzen bringen, wurde kritisiert. "Sind die alle unterzubringen?" Das müsse bei weiteren Gesprächen geklärt werden.
Andere Meinung


Curd Blank (SPD) teilte die ablehnende Haltung der Stadt nicht. "Wieso müssten sich die Häuser dort einfügen?", fragte er sich. Und vor allem: "In was?" Er könne nur die Berufsschule in der Nähe, also einen Zweckbau, erkennen, und noch ein paar wenige Wohnhäuser unweit. Also eine Umgebung wie in einer Wohngegend sah er nicht. "Ich kann mir dort jede Bebauung gut vorstellen", meinte er.

Blank konnte damit aber den Bürgermeister nicht erweichen. "So eine Reihenhaussiedlung kann man sich auf der Herzo Base vorstellen, aber nicht dort", sagte er und blieb hart. Blank quittierte die Ablehnung der Verwaltung dann auch mit seiner Gegenstimme.

Maximilian Maydt hatte noch darauf hingewiesen, dass es sich dort um eine Hauptverkehrsstraße handelt. "Das muss man denen sagen", meinte der Grüne. Worauf der durch den starken Durchgangsverkehr leidgeprüfte Niederndorfer Stadtrat Dieter Händel (SPD) nur anmerkte: "Das merken die".

Jetzt hat die Antragstellerin die Möglichkeit, ihren Plan zu verifizieren und erneut prüfen zu lassen. Denn grundsätzlich ist eine Bebauung ja möglich, befand der Bauausschuss.