Endlich ist es vollbracht und aus Braun wurde Grün. Nach langen Jahren der Überlegungen und Planung wurde am Samstag der neue Kunstrasenplatz des ASV Weisendorf eingeweiht. Ein Platz, der aufgrund der guten Jugendarbeit mit vielen Mannschaften, dringen benötigt wurde. Denn der alte B-Platz war weder wirklich spieltauglich, noch konnte man richtig trainieren, weil er eher einem Beachvolleyballfeld glich.

Höhepunkt des Festtages war das Eröffnungsspiel der Altherrenmannschaft des ASV gegen die Traditionsmannschaft des 1. FC Nürnberg, das 1:6 verloren ging. Dabei hielten die Weisendorfer tapfer mit und die vorher prognostizierte zweistellige Niederlage traf nicht ein.

Dass der Platz eng wurde in Weisendorf zeigen schon die nackten Zahlen. 15 Jugendmannschaften sind im Spielbetrieb, dazu kommt die Altherrenmannschaft, zwei Mädchenmannschaften und natürlich die beiden Seniorenteams.
Fast zwei Jahre hat der Arbeitskreis Sportplatz - intern auch stolz "Kunstrasengremium genannt - für Vorbereitungs- wie Planungsarbeiten gebraucht, bis der Verein das Projekt öffentlich ausschreiben konnte.
Aus dem Traum, der vor ziemlich genau dreieinhalb Jahren zunächst nur eine teure Idee war, wurde jetzt Wirklichkeit. Nach nur acht Wochen Bauzeit war der Kunstrasenplatz fertig. Mit einem Belag, der den neuesten Qualitätsstandards entspricht. Er ist ganzjährig bespielbar und braucht weniger Pflege. Das bedeutet geringere Kosten. Die Beregnung des Rasens entfällt und damit wird Wasser gespart. Auch für die Spieler hat er Vorteile, denn der Kunstrasen schont die Gelenke. Hinzu kommt, dass der Platz 15 bis 20 Jahre haltbar ist.

Es werden noch Spender gesucht

Rund 450.000 Euro kostete das neue Spielfeld bei dem der Spatenstich am 31. März erfolgte. Nun können die rund 310 Kinder- und Jugendfußballer das ganze Jahr über auf einem sicheren Belag trainieren, der die bisher große Verletzungsgefahr minimiert. Nach Zuschüssen vom BLSV (75.000 Euro), dem Landkreis (8000 Euro) und der Gemeinde Weisendorf (22.500 Euro) hat der ASV 339.500 Euro zu stemmen. Noch fehlen ihm dafür rund 125.000 Euro. Spender können weiterhin symbolisch ein Stück des Kunstrasens erwerben. So überreichten am Festtag sowohl der Landrat, als auch der Bürgermeister, die UWG-Fraktion sowie der CSU-Ortsverband ein Kuvert.

"Umgesetzt", so steht es auf dem Titelbild von Flyer und Festschrift, mit denen die Fußballer des ASV zur Einweihung am vergangenen Samstag einluden. Bereits vor dem Eröffnungsspiel gaben die Schirmherren Landrat Alexander Tritthart (CSU) und Bürgermeister Heinrich Süß (UWG), den Platz nach der kirchlichen Weihe, offiziell frei.

"Es wäre fatal, würde dieser Rasen weiter wachsen, denn das ist dann ein Fall für die Gewährleistung", erklärte Pfarrer Wilfried Lechner-Schmidt etwas schmunzelnd während der Feierstunde.

Staatssekretär Stefan Müller (CSU) würdigte den Mut des ASV, ein derartiges Projekt in Angriff genommen zu haben.

Einen besonderen Höhepunkt gab es dann bei Festabend in der Mehrzweckhalle, BFV-Kreisehrenamts-Beauftragter Alexander Männlein verlieh dem ASV Weisendorf die Goldene Raute und Georg Fischer wurde zum Ehrenmitglied ernannt. Am Abend erklomm "Trampel", alias Elisabeth Ort als Auktionatorin die Bühne um Fußball-Reliquien zu versteigern.