Die Mitglieder des ASV Weisendorf auf den Zuhörerstühlen nahmen den einstimmigen Beschluss des Gemeinderats zu ihrem Zuschussantrag mit Freude zur Kenntnis. Bekanntlich will der ASV den B-Platz vom Sandplatz in einen Kunstrasenplatz umbauen. Die Fraktionen im Gemeinderat kündigten in ihren Wortbeiträgen ihre Zustimmung an, die sie auch begründeten. Der Platz sei dann ganzjährig bespielbar, verfüge über ein Flutlicht, verhindere manche Verletzungen der Spieler und weite die Trainingszeiten aus.

Tragfähige Finanzierung muss vorgelegt werden

Um in den Genuss von Zuschüssen und eines Darlehens des BLSV zu kommen, muss ein tragfähiger Finanzierungsplan der Gesamtinvestition von 450 000 Euro vorgelegt werden. Die Vereinsleitung plante einen BLSV-Zuschuss von 90 000 Euro und ein Darlehen über den BLSV in Höhe von 45 000 Euro ein.
Vom Landkreis erwartet der ASV einen Zuschuss von 20 000 Euro, und der Markt Weisendorf beteiligt sich nach den Förderrichtlinien mit 22 500 Euro. An Sponsorengeldern und Spenden will der Sportverein 272 500 Euro einnehmen und ruft dazu die Bevölkerung auf, Patenschaften für das Kunstrasenprojekt zu übernehmen.

"Hut ab vor dem Plan des ASV", meinte Karl-Heinz Hertlein (CSU). Er hofft, so wie die Sprecher der Fraktionen, dass das Vorhaben möglichst bald realisiert werden kann. Da im kommenden Jahr die Förderrichtlinien geändert und aller Voraussicht nach erhöht werden, schlug Stefan Groß (FW) vor, den Förderantrag jetzt zu befürworten und nach Verabschiedung der neuen Richtlinien erneut zu behandeln. Dem musste Bürgermeister Alexander Tritthart CSU) eine Absage erteilen. "Der Gemeinderat kann nur nach den aktuellen Richtlinien entscheiden und nicht im Nachhinein die Förderung anheben", erklärte er. Der Antrag wurde einvernehmlich befürwortet, vorbehaltlich der Genehmigung des Haushaltes 2014 und des Nachweises der Zuschüsse und Spenden.

Auseinandersetzung über Besetzung des Arbeitskreises Sport

Wie bereits in der Sitzung des Gemeinderates am 19. September auf Antrag der Unabhängigen Wählergruppe Buch-Nankendorf beschlossen, sollen die Richtlinien zur Förderung des Sports und der Vereinsarbeit geändert werden. Bürgermeister Tritthart hatte zusammen mit der BWG in der betreffenden Sitzung vorgeschlagen, einen Arbeitskreis zu bilden, der entsprechende Richtlinien erarbeiten und dem Gemeinderat vorschlagen soll. Jede Fraktion benannte in der jetzigen Sitzung ein Mitglied sowie ein stellvertretendes Mitglied. Damit waren die Fraktionen, außer Bündnis 90/Die Grünen, auch einverstanden. Christiane Kolbet wollte, dass dazu auch alle Weisendorfer Vereine einen Vertreter entsenden sollten. "Wissen Sie überhaupt, wie viele Vereine es in Weisendorf gibt?", fragte Hans Kreiner (CSU). Heinrich Süß (UWG) und Karl-Heinz Hertlein wiesen darauf hin, dass dies eine Entscheidung des Gemeinderates sei und es jeder Fraktion überlassen sei, sich von den Vereinen Informationen und Ratschläge einzuholen. So müsse sich der Arbeitskreis unter Vorsitz des Bürgermeisters erst mal zusammenfinden und sollte nicht von Anfang an aufgebläht werden.

Schließlich ließ der Bürgermeister über die Besetzung des Arbeitskreises abstimmen, den die Grünen dann ablehnten, obwohl sie mit Norbert Maier und Christiane Kolbet als Vertreterin im gewünschten Gremium vertreten sind.