Eine gute Botschaft hatte Georg Mundt zu Beginn der Jahreshauptversammlung der Kolpingsfamilie parat. Bei der Altkleidersammlung wurden 10 200 Kilogramm erzielt. Der Vorsitzende bedankte sich bei den Sammlern und den Kolpingfrauen, die für die Stärkung der aktiven Helfer gesorgt hatten. Der Erlös findet für Projekte in der Dritten Welt Verwendung.

Kassiererin Friederike Noppenberger trug in diesem Jahr zum ersten Mal die Zahlen vor. Trotz größerer Spenden blieb der Kassenstand stabil. Allerdings schlug die Restaurierung der Vereinsfahne aus dem Jahr 1924 mit über 6000 Euro zu Buche.

Die Kassenprüfung durch Klaus Baer und Hans Herbst ergab keinerlei Beanstandung. "Die Kasse ist mit der neuen Kassiererin genauso gut geführt wie von unserem Albert Manz", meinte Baer nur, so dass die Vorstandschaft entlastet werden konnte.

Schriftführer Dieter Lohmaier gab einen Rückblick auf das vergangene Jahr. Der Verein zählt 274 Mitglieder nach zwei Neuaufnahmen und drei Todesfällen. So war Stadtpfarrer a.D. Hans Sterzl seit 1972 Mitglied bei der Kolpingsfamilie und seit 1996 Ehrenpräses. Er habe die Kolpingsfamilie geführt und geprägt, würdigte Lohmaier sein Engagement. Verstorben ist auch Kronenwirt Franz Engert, Mitglied seit 1949 und "Heimvater" der Kolpingsfamilie, bei dem sie sich immer gut aufgehoben gefühlt hatten.

Über das Berichtsjahr verteilt hatte die Kolpingsfamilie fast 60 eigenständige Veranstaltungen aufzuweisen. Lohmaier ließ ein abwechslungsreiches Programm Revue passieren. Eckpunkte im Jahresablauf sind der Kolpinggedenktag, die Josefifeier, die Teilnahme am Pfarrfest sowie der Sebastiani- und Fronleichnamsprozession. Die Frauenkolpinggruppe besuchte unter anderem den Kinofilm "Ziemlich beste Freunde" und verbrachte einen lustigen Kappenabend in der Kaplanei. Zu den Aktivitäten gehörte auch ein adventliches Basteln, wie Agnes Scheer berichtete.

Präses und Stadtpfarrer Helmut Hetzel stellte die Problematik der Notfallseelsorge und die Begräbniskultur dar, außerdem erläuterte er die Kunstausstellung "Getragen im Leid" in der Stadtpfarrkirche. Pater Kamil Tete berichtete über seine Heimat Indien.