Die Würfel beim Blumenschmuckwettbewerb in der Innenstadt sind gefallen. Zusammen mit der Zweiten Bürgermeisterin Renate Schroff (SPD), dem Seniorchef der Gärtnerei Michael Gauch, Christian Kindler von der Förder- und Werbegemeinschaft sowie dem Heimatvereinsvorsitzenden Klaus-Peter Gäbelein wurde der Blumenschmuck in der Innenstadt, dem Steinweg, der Hinteren Gasse und auf dem Kirchenplatz unter die Lupe genommen.
"Eigentlich hätten alle einen Preis verdient", meinte Bürgermeisterin Schroff angesichts der tollen Blumenkästen. Eine Vorauswahl mit letztendlich zwölf Anwesen traf Klaus-Peter Gäbelein, der aber nicht so richtig zufrieden war. So seien gerade in der Hauptstraße und insbesondere unterhalb des Fehnturms keine Blumen auf den Fensterbänken zu sehen. Was Gäbelein etwas wurmt: An vielen Fenstern im Obergeschoss sind Vorrichtungen für Blumenkästen angebracht: "Gerade an den schön hergerichteten Fachwerkhäusern würden blühende Pflanzen besonders gut zur Geltung kommen", meinte der Vorsitzende des Heimatvereins.
"Blumenschmuck vor den Häusern und an den Fenstern soll zur Verschönerung der Innenstadt beitragen. Deshalb werden alle Anwohner im Zentrum gebeten, sich an dieser Aktion zu beteiligen", lautete der Aufruf der Stadt. Die Jury begutachtete nun die geschmückten Fenster um eine Prämierung vornehmen zu können. Der Wettbewerb fand 2008 zum ersten Mal statt, den Gewinnern winken vier Gutscheine im Wert von je 50 Euro. Positiv aufgenommen wurde von der Jury, dass sich eine Reihe von Fassaden in neuer Farbe und renoviert präsentieren. "Wir haben in der Innenstadt eine Reihe von herrlichen Fassaden, aber leider auch noch Gebäude, die nicht so gut ins Bild passen", erklärte die Bürgermeisterin. Dazu kommen auch noch einige Bausünden aus den 70er-Jahren, wie Gäbelein etwas kritisch anmerkte. Aber die Fassaden waren beim Rundgang nicht das Kriterium. Die Augen der Jury richteten sich auf die Fensterfronten und deren Bepflanzung. Nach wie vor wünscht sich Gäbelein mehr Blumen in den Fenstern der Fachwerkhäuser, ihm ist aber auch klar, dass Häuser, Geschosse und Räume vermietet sind und deren Mieter keinen oder wenig Wert auf Blumenschmuck legen. Ausgewählt wurden in diesem Jahr wieder das Eiscafé "Cortina" am Marktplatz, das Wohnhaus der Familie Bedner und das Haus der Familie Graf in der Hinteren Gasse sowie der blühende Kirchenplatz, den Renate Schroff mit einer "Oase" verglich.