In den letzten Zügen liegt der Bau der Kreuzung zwischen Flughafenstraße und Zeppelinstraße. Durch die Zufahrt zu den neuen Erweiterungsbauten der Puma-Zentrale war die Umgestaltung erforderlich geworden. Gleichzeitig entstehen zwei Bushaltestellen, von denen die eine Station Richtung stadtauswärts nicht unumstritten ist.

Die Mitglieder der Agenda hatten kritisiert, dass die Fahrgäste dort direkt auf den Radweg aussteigen müssen, wenn sie den Bus verlassen. Man hatte stattdessen beantragt, das Wartehäuschen neben die Haltestelle zu stellen und den Radweg zu versetzen. Das war in der letzten Beiratssitzung vom Bürgermeister abgelehnt worden.
Jetzt erneuerte der Arbeitskreis Mobilität diese Haltung. "Der AK ist mit dieser Entscheidung nicht einverstanden", heißt es im Protokoll zur Märzsitzung. Denn es sei das Gegenteil von Radverkehrsförderung, eine so stark von Radfahrern befahrene Strecke mit zusätzlichen Hindernissen (querende Fußgänger) zu versehen, berichtet AK-Sprecherin Ursula Walther. Man will nun in den kommenden Monaten "die Treffen zwischen Busbenutzern und Radfahrern" beobachten und dann den modifizierten und mit Zahlen unterfütterten Antrag erneut im Agendabeirat einreichen, wurde angekündigt.

Der Bürgermeister hatte in seiner Ablehnung im Beirat unter anderem begründet, dass das Grundstück östlich der dortigen Baumreihe nicht zur Verfügung stehe und die Bäume stehen bleiben sollten. Es wäre also Grunderwerb erforderlich, da man den Radweg auf einer Länge von mindestens 200 Metern verlegen müsste. Das sagte Hacker in der Februarsitzung des Beirates (FT vom 23.2.: "Agenda wittert Gefahren"). Außerdem dürfte es nur selten zu Konflikten zwischen Radfahrern und Fahrgästen kommen, weil die Haltestelle vor allem von Berufspendlern frequentiert sein werde.

Das sieht die Mobilität-Sprecherin anders. Noch zehn Jahre würde dieser Zustand mindestens anhalten, meint sie mit Blick auf eine vom Bürgermeister angesprochene mögliche Stadtumlandbahn. In dieser Zeit nehme der Radverkehr Richtung Herzo Base, Haundorf und Erlangen "mit Sicherheit erheblich zu, selbst wenn mancher Radfahrer wegen der vielen Hindernisse doch wieder ins Auto steigt", befürchtet Walther.

Auch würden mehr Busse halten als jetzt, weil ab 2018 eine zusätzliche Linie von Emskirchen zur Herzo Base fährt. Und letztlich hält der Arbeitskreis die vier Linden, die dem Radweg weichen müssten, als ökologisch verzichtbar.