Die geparkten Autos in den Wohnstraßen in Heßdorf bereiten dem Gemeinderat Kopfzerbrechen. So hat nicht nur der Winterdienst Probleme, sondern auch Lieferanten, und im schlimmsten Fall könnten Löschfahrzeuge und Rettungskräfte den Einsatzort nur schwer erreichen. Dies nahm der Bürgerblock zum Anlass, einen Antrag zur Sitzung des Gemeinderates einzureichen.

Zu einem Entschluss kam es nach langer Diskussion aber nicht. So seien die Stellplätze auf den Grundstücken teils zweckentfremdet oder werden als Lagerplatz genutzt. Dem Vorschlag von Erich Biermann (BB), Einführung von kostenpflichtigen Anwohnerparkausweisen und einem einseitigen Parkverbot, mochte sich der Gemeinderat nicht anschließen.

"Wir sollten nicht so streng vorgehen, denn die Leute haben auch mehr Autos als früher, und es sollten erst mal die sogenannten Brennpunkte festgestellt werden", argumentierte Stefan Martin (CSU). So wie Gerhard Reif (CSU) plädierten dann auch weitere Gemeinderäte, die Wohnstraßen zu unterschiedlichen Tageszeiten mit dem Löschfahrzeug zu befahren. Die Feuerwehr soll dann die sogenannten "Brennpunkte" auflisten, aber auch der Bauhof soll beim Durchfahren der Wohnstraßen die Augen offenhalten. Schließlich wurde der Antrag des Bürgerblocks an den Verkehrsausschuss verwiesen, der bei seiner nächsten Sitzung entsprechende Vorschläge ausarbeiten soll.

Vertagt, spätestens auf die nächste Sitzung, wurden auch die zwei Zuschussanträge des evangelisch-lutherischen Pfarramtes Kairlindach. Die Kirchenverwaltung lässt die Friedhofswege und die Kirchenfassade sanieren. Die voraussichtlichen Kosten betragen rund 106 000 Euro, wobei der kirchliche Anteil bei 59 000 Euro liegt. Die Ortskirche muss davon nahezu 42 000 Euro aufbringen. Die Frage nach der Beteiligung der Gemeinden Großenseebach und Weisendorf konnte nicht beantwortet werden, da sich die Nachbargemeinden damit noch nicht befasst haben. Nach einigem Hin und Her wurde der Tagesordnungspunkt schließlich vertagt, weil sich Heßdorf an den Beschlüssen der Nachbargemeinden orientieren will. Ohne Behandlung wurde dann auch gleich der zweite Zuschussantrag, "Zuschuss zur Finanzierung einer Mitarbeiterstelle zur kirchlichen Kinder- und Jugendarbeit", auf die nächste Sitzung verschoben.

Behandelt wurde dagegen der Zuschussantrag der Feuerwehr-Jugendkapelle Großenseebach zur Anschaffung von Uniformen. Wegen ansteigender Musikerzahl will die Jugendkapelle weitere Uniformen für rund 4000 Euro anschaffen. Der Antrag an Heßdorf wurde mit den aktiven Musikern aus der Gemeinde Heßdorf begründet. Nach kurzer Diskussion beschloss der Gemeinderat, dass eine Förderung nach den gemeindlichen Förderrichtlinien erfolgt und nach Vorlage eines Verwendungsnachweises 400 Euro ausbezahlt werden.