Die Verkehrspolizei Erlangen hat auf der A3 ein Auto gestoppt, bei dem gleich mehrere Dinge mehr als auffällig waren: Am 2. Weihnachtsfeiertag gegen Mitternacht bemerkte eine Streife der Verkehrspolizei Erlangen auf der A3 in Fahrtrichtung Würzburg, kurz nach dem Autobahnkreuz Fürth/Erlangen, ein Fahrzeug, das in starken Schlangenlinien fuhr.

Als dessen Fahrer das Streifenfahrzeug bemerkte, beschleunigte er seinen Wagen im kurz darauf folgenden Baustellenbereich auf bis zu 230 km/h (bei erlaubten 80 km/h Höchstgeschwindigkeit). Das Auto konnte dennoch zur Kontrolle angehalten werden. Schon beim Öffnen der Fahrertür bemerkten die Polizeibeamten starken Alkoholgeruch. Ein durchgeführter Alkoholtest erbrachte einen Wert von umgerechnet 1,58 Promille.

Kontrolle auf A3 am Kreuz Fürth/Erlangen: Betrunkener Autofahrer flüchtet in halsbrecherischem Tempo vor Polizei

Daher musste der 42-jährige Fahrer mit zur Polizeidienststelle kommen, wo durch einen Arzt eine Blutprobe entnommen wurde. Eine Anzeige wegen Trunkenheit im Verkehr ist nun die Folge. Zudem wurde sein Führerschein noch vor Ort sichergestellt.

Doch damit nicht genug: Gegen die beiden Mitfahrer des 42-Jährigen lagen mehrere Haftbefehle und weitere Fahndungsnotierungen vor. Einer der Männer konnte die zur Abwendung eines Haftbefehls der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main noch geforderten 1050 Euro nicht aufbringen, weshalb er verhaftet wurde und die Nacht in einer Arrestzelle der Polizei verbringen musste. Am Morgen wurde er in die Justizvollzugsanstalt Nürnberg überstellt.

Zu allem Überfluss verstießen alle drei Männer im Auto gegen die aktuell in Bayern geltende nächtliche Ausgangssperre von 21 bis 5 Uhr, weil sie ohne triftigen Grund gegen 23.30 Uhr in Nürnberg losfuhren. Ordnungswidrigkeitenanzeigen wegen Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz sind nun die Folge, deren Regelgeldbuße jeweils 500 Euro beträgt.

Bereits kurz vor Weihnachten kam es in Erlangen zu einer weiteren kuriosen Verkehrskontrolle.