"Ich habe sofort das Gesundheitsamt und unser Bauamt hereingeschickt. Bewohnbar ist das Haus." Regierungsvizepräsidentin Petra Platzgummer-Martin möchte keinen Zweifel aufkommen lassen: Die Regierung kennt die Zustände in der Asylbewerberunterkunft Uferstraße 11, sie will sie auch beseitigen. Doch erst müsse geprüft werden, was das kostet, sagt die Beamtin.

Rund 7000 Euro Miete überweise die Regierung monatlich für die rund 1450 Quadratmeter in der Uferstraße, teilte die Grünen-Landtagsabgeordnete Ulrike Gote mit.

"Eigentlich wollten wir das Haus schließen", berichtet Petra Platzgummer-Martin. "Deshalb haben wir in den letzten beiden Jahren nicht mehr viel gemacht, denn hier geht es um Steuergelder. Doch die Flüchtlingszahlen steigen wieder an, und wir können auf das Haus nicht verzichten. Aber es ist abgewohnt, kein Zweifel." Andere Unterkünfte zu finden sei nicht leicht, weil größere Objekte gebraucht würden, in denen mehrere Menschen untergebracht werden können, erläutert die Regierungsvizepräsidentin weiter. Ein Objekt in Coburg sei schon ins Auge gefasst, zwei oder drei im Landkreis im Gespräch.

"Bitte keine ehemalige Kaserne!" fordert Alexander Thal vom Bayerischen Flüchtlingsrat. Die Organisation, die alljährlich im Herbst Flüchtlingsheime in Bayern besichtigt, plädiert ohnehin dafür, die Flüchtlinge in Wohnungen unterzubringen anstatt in Sammelunterkünften.

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