Der Pianist hatte im September 2008 die Saison der "Musikfreunde" eröffnet und für sein Coburg-Debüt hervorragende Kritiken erhalten.


Beethoven-Projekt


Klaus Sticken wird das Beethoven-Projekt der Musikfreunde fortführen, in dessen Rahmen dem Klavierwerk des Komponisten besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden soll. Wie bereits Alexander Krichel im September 2011 wird Sticken Beethoven in Bezug zu Franz Liszt setzen: Von Ersterem erklingt zu Beginn die "Sonata quasi una fantasia" Es-Dur op. 27/1, von Liszt folgt am Ende die "Fantasia quasi Sonata après une lecture du Dante". Klaus Sticken präsentiert dies im Rahmen eines Fantasie-Programms, in dem auch der Beethoven-Verehrer Robert Schumann und der Schweizer Komponist Frank Martin zu Wort kommen.


Interpretatorische Maßstäbe gesetzt



Klaus Sticken ist seit über fünfzehn Jahren im Konzertleben präsent. Seine Interpretationen bedeutender Werke des Klavierrepertoires setzten häufig Maßstäbe. So wurde seine Einspielung der Liszt-Sonate vom "FonoForum" als "eine der packendsten Liszt-Sonaten seit langer Zeit" gewürdigt und mit der Höchstzahl von fünf Sternen ausgezeichnet.


Literatur und Musik


Dem Traditionellen und Etablierten stellt er jedoch immer wieder Neuentdecktes, Originelles, bisher Unerhörtes zur Seite. Auch erprobt er unkonventionelle Konzertformen und gestaltet gemeinsam mit dem Schriftsteller Oskar Ansull Literatur-Musik-Programme. Klaus Sticken wurde 2009 auf eine Professur am Konservatorium Wien berufen und lebt heute in Wien.