Eine engagiert geführte Debatte hat sich bei der Bürgerversammlung über den seit Monaten laufenden Abriss einer Scheune in der Schäfersgasse in Weidach entzündet.

Alles andere als ein Schmuckstück

Das teilweise abgebrochene Gebäude gegenüber dem Weidacher Backhaus und dem Feuerwehrdepot sei alles andere als ein Schmuckstück für das optische Bild der Straße, wurde beklagt. Darüber hinaus wird von vielen Bürgern befürchtet, dass die täglichen Nutzer der Weidacher Bushaltestelle durch Teile des baufälligen Dachstuhls gefährdet sind.

Erneut zur Sprache bringen

Sie könnten herunterbrechen und Fußgänger verletzen, so die Kritik. Bürgermeister Christian Gunsenheimer (Freie Wähler) berichtete, dass die Gemeindeverwaltung dieses Problem bereits mit der Baubehörde des Coburger Landratsamtes besprochen habe. Ergebnis: Von der "Abriss-Scheune" geht nach Lage der Dinge keine Gefahr aus. Gunsenheimer kündigte aber dennoch an, die Baumaßnahme in der Baubehörde erneut zur Sprache zu bringen.

Eine erfreuliche Nachricht des Bürgermeisters betraf den Einzelhandel: Die Lebensmittelkette "Edeka" beabsichtigt nach wie vor, sich neben dem "Netto"-Markt anzusiedeln. "Die entsprechende Planung, inklusive der Zufahrt, wird dem Gemeinderat im September vorliegen", verriet der Bürgermeister zum Planungsstand.

Windkraft in der Wildfuhr

Den Bau von Windkraftanlagen oberhalb des Tambacher Golfplatzes habe man abgelehnt - dafür aber für ein ähnliches Projekt nördlich von Schlettach (Wildfuhr) mit Einschränkungen genehmigt. Wie Gunsenheimer informierte, wurde dort ausdrücklich vereinbart, dass die Windräder erst nach einer Abstimmung der Planungen mit dem bei Neida geplanten Flugplatz gebaut werden dürfen.

Da Sargbestattungen zwischenzeitlich immer weniger genutzt werden, will die Gemeindeverwaltung demnächst ein "Bürgergespräch" durchführen: Dieses soll Klarheit bringen, in welcher Form der Weidacher Friedhof (nach 2014) umgestaltet werden soll. Auf jeden Fall stehen dort Baumfällungen, eventuell aber auch die Schaffung eines Urnenfeldes an. "Schon davor ist es erforderlich, den Zaun zu erneuern", sagte der Bürgermeister.

Urnenwand: Bitte aufräumen

Was Gunsenheimer - aber auch mehrere Besucher der Bürgerversammlung - heftig kritisierten, ist der momentane Zustand der Urnenwand. Diese werde noch in diesem Sommer "aufgeräumt". Der Bürgermeister bat Hinterbliebene, demnächst dort abgelegte Gegenstände möglichst bald abzuholen.

Sollte die Realschule CO II die Weidacher Schule (voraussichtlich ab dem Herbst 2016) nicht mehr nutzen, muss sich die Gemeinde eine neue Nutzung für das Gebäude einfallen lassen. Völlig ausgeschlossen wurde von Gunsenheimer, dass dort eine Außenstelle eines eventuell zu klein gewordenen Kindergartens eingerichtet wird.