Einen interessanten Einblick in die regionale Landwirtschaft ermöglicht die Öko-Erlebnisradtour, die der Coburger Kreisverband im Bayerischen Bauernverband mit dem Ende der Sommerferien anbietet. Die Strecke ist rund 20 Kilometer und führt auf welligem Terrain über die Langen Berge.

Bei der Tour stehen folgende Stationen auf dem Programm:

Da wird hin geradelt

Neida: Start ist am Biohof Wolf. Der Betrieb wurde aus Überzeugung 1990 auf ökologischen Landbau umgestellt. Mit Liebe zum Detail wurde ein alter Dorfbackofen nachgebaut. In der Bio-Vollkornbäckerei werden verschiedene Brotsorten, Brötchen, Stangen, Pizzen, Flammkuchen und Kuchen. Das Getreide kommt von den eigenen Feldern - und von gut 450 Hühnern, die in zwei Mobilställen gehalten werden, gibt es Eier.

Kleinwalbur: Die Familie Ritz hält Coburger Fuchsschafe und vermarktet diese auch über Fleischpakete bestellen. Über Ottowind und den Weidbachsgrund geht es nach Ahlstadt. Der Weidbachsgrund gehört zum "Grünen Band" und bietet sehr viele naturnahe Flächen die nach den Richtlinie des Kulturlandschaftsprogrammes (Kulap) und des Vertragsnaturschutzes (VNP) bewirtschaftet werden. Es gibt das Rebhuhnprojekt, Blühflächen und Selbstbegrünungsflächen, die auch noch im September sehenswert sind. Im Herbst sicher noch unterwegs sind die Schafe von Thomas Wank im Weidbachsgrund, die ihrer Naturschutzaufgabe nachgehen und die extensiven Weideflächen kurz halten.

Ahlstadt: Der Ort ist bekannt durch den Anbau alter Getreidesorten. In der Gemarkung werden 70 Prozent der Flächen ökologisch bewirtschaftet. Im Hofladen die Familie Wölfert f gibt es schwarze Linsen von den Langen Bergen sowie die alten Getreidesorten Emmer, Dinkel und Grünkern (der aus Dinkel gemacht wird). Die Kühe der Wölferts gehen täglich von März bis September auf die Weide und die Kälber dürfen bei der Mutter bleiben.

Elsa: Über Öttingshausen führt die Radtour ins Bad Rodacher Stadtgebiet zur Familie Knauf, wo Armin Knauf und sein Sohn Hannes den Betrieb gemeinsam bewirtschaften. Armin Knauf ist der Pionier der Ökolandwirtschaft im Coburger Land. Er war 1979 der erste Betrieb im Landkreis, der auf eine ökologische Bewirtschaftung umgestellt hat. Hannes Knauf hat vor einigen Jahren einen Onlineshop eingerichtet, über den ein Großteil des hofeigenen Getreides versandt wird. Elsa ist mittlerweile eine Hochburg der ökologischen Landwirtschaft im Coburger Land.

Großwalbur: In der Kirchbergsmühle hat die Familie Steiner vor kurzem ihren Milchviehbetrieb auf ökologische Bewirtschaftung umgestellt. Die Milch wird zu den Milchwerken in Coburg geliefert, die daraus Biokäse herstellt. Die Tour endet mit einem gemeinsamen Essen bei der Familie in Neida.

Alles über die Öko-Erlebnisradtour

Start: Die Radtouren finden ab dem 11. September immer am Samstag statt, Treffpunkt ist 10 Uhr in Neida beim Biohof (Meederweg 2).

Dauer: Der End-Zeitpunkt hängt von der Fitness der Radfahrer an. Die Strecke führt über 20 Kilometer.

Teilnehmer: Pro Tour gilt eine maximale Teilnehmerzahl von 30 Radfahrern. Je nach Zahl der Anmeldungen können auch weitere Samstage ins Programm aufgenommen werden.

Kontakt: Anmeldungen nimmt die Geschäftsstelle des Bayerischen Bauernverbands in Coburg entgegen - Telefonnummer 09561/795690 oder per Emil coburg@bayerischerbauernverband.de