Monika Bug läuft jeden Tag mit ihrem achtjährigen Sohn von der Adamistraße zum Busbahnhof. Dafür nutzen sie Treppe und Durchgang zum Bahnhofsgebäude. "Was uns dort begegnet, ist in der Regel viel Schmutz, Erbrochenes und Müll - insbesondere auf den Treppen", erzählt sie. Jugendliche stünden dort häufig in Gruppen, fast alle rauchend und spuckend. Spreche sie die jungen Leute an, reagierten sie meist mit Spott und machten einfach weiter. Monika Bug fragt nun: "Wen stört das? Finden wir es normal, dass auf den Boden gespuckt wird und andere das wegputzen müssen?" Immerhin koste es Steuergelder, wenn Personal dafür eingesetzt werden muss, um die Stadt von Schmutz zu säubern.

Für die Sauberkeit der Treppe zum Bahnhofsdurchgang ist der Coburger Entsorgungs- und Baubetrieb (CEB) zuständig und erfüllt seine Aufgabe offensichtlich. Der Schmutz vom Morgen wird im Laufe des Tages weggeräumt. Doch darum geht es Monika Bug nicht. Sie möchte für ein Problem sensibilisieren, das der Leiter des Ordnungsamtes, Gerhard Berwind, als ein generelles betrachtet. "Gehen Sie mal durch die Stadt und schauen Sie sich an, wie auch Erwachsene sich verhalten", sagt er. Da sei es mit der Vorbildwirkung für Jugendliche nicht weit her. Es werde gespuckt, Zigarettenkippen und Müll landeten auf Straßen und Gehwegen.