Der Bauausschuss hat die Weiterführung des Bebauungsplanes für den Greinberg gestoppt. Wie Bürgermeister Wolfgang Bauersachs (Bürger für Bürger) berichtete, seien die notwendigen Schritte seitens der Verwaltung und des Ingenieurbüros in der Zwischenzeit zwar voran gekommen, - aber ohne ein Ergebnis, das weitere Schritte hinsichtlich der Erweiterung des Bebauungsplanes rechtfertigen würde.


"Es gibt doch ausreichend Bauflächen"



Bauersachs stellte sich generell die Frage, ob es überhaupt sinnvoll sei, dort einen Bebauungsplan zu erstellen. "Es gibt doch ausreichend Bauflächen für Bauwillige in der Gemeinde", sagte Bauersachs.


Das von der Gemeinde beauftragte Architekturbüro habe die Sachlage geprüft und vier unterschiedliche Varianten ausgearbeitet. Grundsätzlich handele es sich "Am Greinberg" insgesamt um ein schwieriges Baugebiet mit zum Teil steiler Nordseiten-Hanglage. Die Ausweisung ausreichend großer Bauflächen werde sich auch deshalb schwierig gestalten, weil nicht ersichtlich sei, ob dort Gewerbeflächen oder Wohnhäuser entstehen sollten. Die Planung werde außerdem dadurch erschwert, dass die "Am Greinberg" bereits existierenden Wohnhäuser zum Teil aus den 50er Jahren stammen. Einer Zeit, in der man mit Bauflächen relativ großzügig umging.



Zusätzlich ist nach Einschätzung des Bürgermeisters bei der Anhörung der Träger öffentlicher Belange "mit Sicherheit" zu erwarten, dass erhebliche Flächen für die Zufahrt von Feuerwehrfahrzeugen ausgewiesen werden müssen. Nach Einschätzung der Planer würde dies dazu führen, dass gerade einmal vier Bauparzellen entstehen, bestenfalls sechs. Am Ende der Straße müsse ein Stand- und Wendeplatz für Rettungsfahrzeuge errichtet werden. Allein die zusätzlichen Straßenflächen zu schaffen, würden je Quadratmeter 110 Euro kosten.


Beschluss von 2013 aufgehoben


Unter diesen Voraussetzungen wurde der Gemeinde von allen übergeordneten Behörden dringend davon abgeraten, diesen Bebauungsplan weiter zu verfolgen. Wenn nicht, könnten sogar Zuschüsse für die Dorferneuerung "Ortsmitte" fraglich werden. Diese Argumente führten letztlich zur Empfehlung an den Gemeinderat, den im Jahr 2013 ergangenen Beschluss zu Erstellung eines Bebauungsplanes aufzuheben. Das Abstimmungsergebnis lautete 7:2.


Vorübergehender Baustopp auf der Staatsstraße


Hintergrund Auf Anfrage teilte Bürgermeister Bauersachs (BfB) dem Bauausschuss mit, dass die Untere Naturschützbehörde derzeit den Beginn des Straßen- und Radwegebaus zwischen Altenhof und Tambach momentan blockiert. Bereits begonnene Baumfällarbeiten mussten gestoppt werden, weil die Behörde negative Folgen für ein angrenzendes, naturnah belassenes Gebiet, befürchtet. Das Staatliche Bauamt Bamberg habe sich in Gesprächen mit der Bauverwaltung aber zuversichtlich gezeigt, dass die noch offenen Fragen bis zu Beginn der wärmeren Jahreszeit geklärt werden können. In diesem Falle sei dann mit einer Fortführung der Arbeiten noch in diesem Sommer zu rechnen. qrt