Ohne Punkte, ohne Satzgewinn, aber dennoch mit Zuversicht im Herzen kehrten die Volleyballer der VSG Coburg/Grub vom Spiel beim Deutschen Pokalsieger in Haching zurück. Die Mannschaft, der Vorstand und die Fans sind nun voll auf Samstagabend fixiert, wenn der Tabellennachbar Mitaufsteiger Bottrop in die HUK-Coburg-Arena kommt.

Wird das Nervenkostüm des Maric-Teams halten, wenn es am samstag um 19.30 Uhr für die "Hammerschmiede" zum ersten Sechs-Punkte-Match der Saison kommt? Gelingt es schon, die Weichen in Richtung Klassenerhalt zu stellen? Noch sind diese Fragen unbeantwortet, noch stehen eine Reihe von Fragezeichen.

"Sicher ist, dass wir in diesem Spiel die Unterstützung unserer Fans von der ersten bis zur letzten Minute brauchen", gibt Vorsitzender André Dehler zu verstehen.
"Es gilt einfach eine Top-Leistung abzurufen und diesmal mit Kampf zu einem positiven Ende zu kommen", bläst Geschäftsführer Torsten Spiller ins selbe Horn.

Das Team um Kapitän Hansi Nürnberger ist gespannt auf das Match gegen den unberechenbaren Gegner aus dem Ruhrpott. In zwei bisherigen Partien, die vor der Saison stattfanden, konnten beiden Team je einmal gewinnen. Zuletzt hatte die VSG mit 3:1 die Nase vorne.

Trainer Milan Maric: "Die Vorbereitungsspiele sind nun vorbei und die Ergebnisse zählen nichts für die Saison. Es ist wichtig, dass wir am Samstag unsere Leistung abzurufen, dann werden wir auch gewinnen. Ich hoffe, es kommen viele Fans, um uns zu unterstützen, denn es ist bereits früh in der Saison ein sehr wichtiges Spiel für uns."

Die Bottroper kommen sicherlich um die Punkte aus der "Schmiede" zu entführen und ließen mit einem knappen 23:25 im 1. Satz gegen den Deutschen Meister aus Berlin aufhorchen. Auch die RWE Volleys wissen um die besondere Bedeutung des Matches in der HUK-Coburg-Arena. Sie werden ebenfalls kämpfen, um die ersten Punkte einzustreichen auch bei ihnen steht der Kampfeswille bekanntlich immer ganz vorn.

Nach dem Spiel der Bottroper gegen Meister Berlin resümierte der Teammanager der RWE Volleys Wolfgang Donat: "Ich denke, dass es eine starke Leistung von uns war. Natürlich wäre es die Krönung gewesen, wenn wir es geschafft hätten, den ersten Satz zu gewinnen. Ein großes Dankeschön geht an unsere Fans, die uns wieder toll unterstützt haben. Berlin hat natürlich eine bärenstarke Truppe, da konnten wir am Ende nicht mehr richtig mithalten".

Aber der Coach blickte bereits nach Coburg: "Jetzt wollen wir am nächsten Spieltag in Coburg die ersten Punkte einfahren." Hatte die VSG Coburg/Grub am Auftaktspieltag gegen Bühl mit mehr als 1723 Fans die zweitbeste Zuschauerkulisse, könnte diesmal noch eine Steigerung drin sein, denn erstmals in der Saison geht es um Sieg oder Niederlage, nicht nur um einen eventuellen Satzgewinn. Von der Mannschaft den inneren Druck zu nehmen, wird in den nächsten Tagen vordringlichste Traineraufgabe sein. Milan Maric und Volker Pohl sind diesmal als "Erfolgsschmiede" gefragt.

Bei ihrem unvergesslichen Match in Leipzig haben die VSG-Hammerschmiede im April 2013 bewiesen, wie man mit Druck umgeht und in Erfolge umwandeln kann. Als Lohn gab es den Meistertitel der 2. Bundesliga. Nun wird es wieder richtig Ernst.

Dreimal 25 Satzpunkte am Samstagabend wären vermutlich schon 25 Prozent Klassenerhalt. Das Team muss Konzentration zeigen, darf keine leichtfertigen Punkte verschenken und sollte vor allem nicht übermotiviert das Training und die Aufwärmphase angehen.

Die Fans, der Vorstand, die Sponsoren, die ganze Volleyball-begeisterte Region hoffen auf guten Sport in der Arena, wenn sich am Samstag um 19.30 der Vorhang in der 1. Volleyball-Bundesliga zum 3. Spieltag hebt.Die Fans wünschen sich, dass ihre Jungs die Nerven behalten und wenn es knapp wird gilt das bewährte Motto: "Stand up and fight."