88 Abiturienten haben am Gymnasium Ernestinum in diesem Jahr die Abiturprüfung bestanden. Am Freitag konnte Oberstudiendirektor Bernd Jakob in der Aula der Hochschule Coburg die Zeugnisse überreichen. Oberstufenkoordinator und Studiendirektor Karl-Heinz Sänger bezeichnete die Abiturienten 2016 als "einen hervorragenden Jahrgang (...) mit einem tollen Gesamtergebnis und überdurchschnittlich vielen Spitzenleistungen". Drei Schüler hatten den Notendurchschnitt 1,0 erreicht.

Bernd Jakob legte in seiner Rede den jungen Menschen nahe, ihre Stärken und ihr Können mit Begeisterung zu kombinieren. "Dann sind Sie in Ihrem Element." Für die Abiturienten stünden viele Entscheidungen an: Studium, Fachauswahl oder vielleicht ein soziales Jahr.


"Socken selber waschen"

"Ihr seid wirklich toll", erklärte Oberstufenkoordinator Karl-Heinz Sänger.
Mit dem Abitur- oder Reifezeugnis "seid ihr nun reif genug, alleine weiter zu wachsen, ihr müsst nicht mehr verhätschelt und verwöhnt werden und könnt ab sofort eure stinkenden Socken selber waschen".

Die beste Arbeit im Fach Mathematik belohnt seit vielen Jahren der frühere Schulleiter des Ernestinums, Hans-Georg Kosuch. Aus fünf Top-Arbeiten mit jeweils 15 Punkten galt es, die beiden herausragenden zu wählen. Die Prämie ging an Nataly Köhlerschmidt und Michael Frank. Julius Weidinger kann sich über den Beyersdorf-Preis freuen. Damit würdigt die Stiftung von Klaus Beyersdorf die besten Leistungen in der Kombination Mathematik und Sport.


Launige Reden der Absolventen

Der Dank an Lehrer und selbstverständlich auch an Eltern fehlte in den launigen Reden von Elly Au und Maximilian Zöller nicht. Das Zeugnis der allgemeinen Hochschulreife berechtigte zwar zum Studium, "aber einige von uns wissen nicht, welchen Beruf sie erlernen oder ob und wenn ja, was sie studieren sollen", so Maximilian Zöller. Zwischenmenschliche Fertigkeiten gelehrt zu haben, sei eine der wichtigsten Sachen des "Instituts Schule" gewesen, meinte Elly Au. "Freundschaften sind der beste Rückhalt, da geht gar nichts drüber, keine Bild und kein Geld."

Die drei Schüler mit der 1,0 haben werden nicht nur von der Schule geehrt. Michael Frank (Coburg; 881 von 900 möglichen Punkten), Nataly Köhlerschmidt (Untersiemau) und Simon Kostin (Coburg) nehmen am Zulassungsverfahren zur bayerischen Eliteförderung teil. Michael Frank erhielt überdies ein Stipendium des Coburger Convents, Nataly Köhlerschmidt kann sich auch bei der Stiftung Maximilianeum bewerben und hat ein Stipendium der Stadt Coburg erhalten, genau so wie Simon Kostin.

Prämien für herausragende Leistungen oder besonderes Engagement über die Schule hinaus erhielten Elly Au (Coburg), Julia Grundmann (Lautertal; 1,2), Armin Kautler (Bamberg; 1,1), Johannes Köhler (Rödental; 1,5), Niklas Krug (Coburg; 1,4), Johanna Michel (Coburg; 1,1), Silas Müller (Lautertal), Simon Murmann (Untersiemau; 1,7), Jonathan Nestmann (Coburg; 1,6), Jessica Reimann (Coburg; 1,1), Hanna Seiler (Untersiemau; 1,4), Christoph Staub (Weitramsdorf) und Julius Weidinger (Coburg; 1,7).