Die Deportation Coburger Bürger jüdischen Glaubens markierte den Tiefpunkt des Umgangs mit Juden und sogleich den Endpunkt der jüdischen Gemeinde in Coburg. Am 27. November des Jahres 1941 wurden 26 Personen - vor den Augen der Bewohner - durch die Stadt zum Bahnhof getrieben, um nach Riga deportiert zu werden. Dort wurden die meisten von ihnen in den Wald von Rumbula getrieben und ermordet. Zwei weitere Deportationen am 24. April und 9. September 1942 nach Izbica und Theresienstadt sollten folgen. Insgesamt waren es 37 Menschen die, ihrer Freiheit und Würde beraubt, deportiert wurden. Fast alle wurden alle ermordet. An sie soll erinnert werden - vor dem Hintergrund, dass kaum ein Tag vergeht, an dem jüdische Mitbürger oder jüdische Einrichtungen nicht angegriffen werden, heißt es in einer Pressemitteilung des Evangelischen Bildungswerks. Relativierung und Leugnung von Geschichte gelte es mit Fakten, Aufklärung und Erinnerung zu begegnen. Das Netzwerk Lebendige Erinnerungskultur lädt am Freitag, 27. November, um 19 Uhr zum Gedenken in Form einer virtuellen Veranstaltung ein.

Sally Ehrlich im Mittelpunkt

Sally Ehrlich soll im Mittelpunkt des Gedenkens stehen. Ein Porträt der am 24. April 1942 deportierten Ehrlich gibt der Film wieder, der von Schülern des Gymnasiums Albertinum 2001 gedreht wurde. Daniela Wagner, die damalige Leiterin des Projekts, wird Informationen über Anlass und Entstehung des Films geben. Im Mittelpunkt stehen der Film und die Diskussion mit Gesprächspartnern, die damals mitgewirkt haben. Der Abend schließt mit dem Gedenken an die Deportierten.

Rasch anmelden

Die Anmeldung für die virtuelle Veranstaltung sollte noch im Laufe des Mittwochs, 25. November, beim Evangelischen Bildungswerk unter ebw@ebw-coburg.de erfolgen. Die Teilnahme ist frei. Der Teilnahmelink wird zugesandt. red