Etwas Hoffnung gab es am vergangenen Sonntag vor der Partie beim 1. FC Nürnberg II im Frohnlacher Lager schon, Hoffnung auf wenigstens eine kleine Überraschung. Immerhin konnte der VfL Frohnlach in der laufenden Saison auswärts bei anderen Bundesliga-Reserven schon gewinnen (2:0 beim TSV 1860 München II und 1:0 beim FC Bayern München II).
Doch diese Ergebnisse kamen relativ früh in der Saison zustande und erwiesen sich letztlich als kein Maßstab. Der 1. FC Nürnberg II war letzten Sonntag wie schon beim Hinspiel in Frohnlach eine Nummer zu groß. Mintal & Co gewannen seinerzeit mit 4:1, diesmal mit 3:0. Und in beiden Fällen völlig verdient.
Die Truppe von Interimstrainer Dieter Nüssing marschiert nun in Richtung 3. Liga während die Frohnlacher in den verbleibenden 14 Spielen alles versuchen müssen, um vielleicht doch noch den Klassenerhalt zu schaffen.

Erst 17 Punkte auf dem Konto

Erst 17 Punkte hat der VfL auf dem Konto. Der überraschende Auswärtserfolg bei den Bayern am 8. September war der letzte Frohnlacher Sieg. Danach gab es nur noch vier Unentschieden, zuletzt ein 2:2 daheim gegen den FC Augsburg II am 20. Oktober. Seither passiert nichts mehr auf dem Punktekonto. Der VfL sitzt auf dem vorletzten Platz regelrecht fest. Und die unmittelbar vor Frohnlach platzierten Mannschaften haben zudem noch Nachholspiele. Rechnerisch könnten die Abstände also noch größer werden.
Wie auch immer, gegen den TSV Buchbach sollte heute ein Sieg her. Aber dieses Unterfangen wurde vertagt. Der Grund: Die VfL-Verantwortlichen sagten gestern Abend doch noch die Partie ab. Obwohl man versuchte, den Platz im Willi-Schillig-Stadion bespielbar zu machen, gelang dies nicht. Gerade in dem Teil vor der Tribüne hält sich hartnäckig ohne große Sonneneinstrahlung das Eis.
Ein neuer Termin steht noch nicht fest. In Frohnlach hat man trotz der eigentlich schon zu lange andauernden Leistungsmisere die Hoffnung auf den Klassenerhalt nicht aufgegeben. Viel Zeit um mit der Aufholjagd zu beginnen, bleibt der Truppe von Trainer Andreas Schöll allerdings nicht. Und ein Blick auf den Spielplan macht die Suche nach einem "leichten" Gegner zunehmend schwer. Nächste Woche kommt Tabellenführer Illertissen ins Willi-Schillig-Stadion. Dann stehen auswärts die oberfränkischen Abstiegs-Derbys bei Eintracht Bamberg und Bayern Hof (Nachholspiel) auf dem Programm, ehe am Ostersamstag der FC Bayern München II in Frohnlach auflaufen wird. Dem VfL steht also ein heißer März ins Haus, wohl auch noch mit dem jetzt ausgefallenen Spiel gegen Buchbach.
Im VfL-Aufgebot gegen Buchbach gab es aber auch Lücken. Verletzungsbedingt hätten Christian Beer und Bastian Renk gefehlt. Auch Paul Scheller ist angeschlagen und hätte möglicherweise pausieren. Kristian Böhnlein ist noch gesperrt. Neuzugang Zackery Mahon wird nach seinem Einstand in Nürnberg sein Heimdebüt verschieben müssen.
Den Lizenzantrag für die 3. Liga haben die Buchbacher wie Tabellenführer Illertissen zwar nicht gestellt, dennoch dürfte der sportliche Anreiz für diese Teams groß genug sein. Die beste Nicht-Bundesliga-Reserve erhält einen Startplatz im DFB-Pokal. Das bringt Geld in die fast überall knappen Vereinskassen und macht nachdrücklich auf den Verein aufmerksam. So gesehen, wird Buchbach die Spielabsage im Willi-Schillig-Stadion nicht so toll finden. Doch die Gäste kennen sich mit witterungsbedingten Absagen aus, mussten schon am letzten Wochenende zwangspausieren. eng