Umfangreich war die an zwei Tagen im September durchgeführte Verkehrsschau in allen Gemeindeteilen durch Vertreter der Polizeiinspektion Coburg, des Landratsamtes und der Gemeinde. Deren Ergebnisse erläuterte Bürgermeister Karl Kolb dem Gemeinderat in der Sitzung am Donnerstag.

Ein Problem ist, dass es keine ausgewiesenen Parkplätze am Mehrgenerationenspielplatz in der Lauterstraße gibt. Die Folge: Viele parken einfach auf der Straße - trotz Halteverbotsschilds. Es gibt deswegen Beschwerden von Anwohnern und Spielplatzbesuchern. Anlieger und Schausteller Ralf Pazdera hat dort Probleme beim Ein- und Ausfahren mit langen Sattelzügen. Die Fachbehörden empfehlen, die bestehende Beschilderung nicht zu ändern. Die Halteverbotsschilder machten eindeutig klar, wo Parken verboten ist. Bei Verstößen solle die Polizei informiert werden, hieß es bei der Verkehrsschau.

Keine Veränderung der Verkehrsführung gibt es am Rondell "Stetsambach" in Unterlauter. Der dortige Laternenmast als Befestigungsmöglichkeit für den Spiegel wird lediglich gekürzt. An der Rondell-Rundung sollen Reflexionskörper angebracht werden.

Stark zugeparkt

An der Ausfahrt aus dem Baugebiet "Blauer Hügel II" auf die Gemeindeverbindungsstraße von Unterlauter nach Dörfles-Esbach kam von Anwohnern und Gemeinderäten der Vorschlag, ab Beginn der Wohnbebauung ein Ortsschild anzubringen, da die vorhandene Geschwindigkeitsbegrenzung von 70 km/h zu hoch sei. Dies ist nach Einschätzung der Fachbehörden rechtlich nicht vertretbar, weil die Erschließung der Häuser nicht über die Ortsverbindungsstraße erfolgt. Außerdem hätte das versetzte Ortsschild zur Folge, dass auf der schmalen Straße das Parken erlaubt sei. Alternativ wird sich die Gemeinde darum bemühen, das Aufstellen eines 50 km/h-Schildes zu erwirken. Die Mühlenstraße in Neukirchen wird gerade in den Abendstunden durch Anwohner stark zugeparkt. Deshalb hatte der Gemeinderat dort ein einseitiges Halteverbot gewünscht. Die Vertreter der Fachbehörden gaben jedoch zu bedenken, dass dann die Straße schneller befahren werde und die baulichen Gegebenheiten den Erlass einer Parkverbotszone nur mit sehr triftigen Gründen zuließen. Gemeinderat Wolfgang Zapf bat die Gemeinde, dennoch am Ball zu bleiben. Norbert Seitz bezeichnete die Parksituation als katastrophal und Martin Flohrschütz erklärte, dass die Straße dort mit großen Fahrzeugen meist gar nicht zu befahren sei. Elke Ros empfahl, im Bereich der Bäckerei in Unterlauter Schülerlotsen zur Erhöhung der Sicherheit für die Schulkinder einzusetzen. Hans Frieß erklärte, dazu müsse man mit der Schule reden. Es gebe bezüglich der Verkehrshelfer wohl auch personelle Engpässe.

Zur Entschärfung von gefährlichen Situationen für Radfahrer an der Rödentaler Straße/Am Lyssen wird neben einer Neubeschilderung ein roter Markierungsstreifen angebracht.

Weitere neuralgische Punkte, die bei der Verkehrsschau besucht wurden, waren das Rondell an der Fornbacher/Burgstraße (dieser Bereich soll übersichtlicher werden) und der Hühnerbergsweg in Tiefenlauter, wo laut Seitz wegen der sich verengenden Straße schon Sattelzüge steckengeblieben sind.