Untersiemau
Bürgerinitiative

Verkehrsmonster frisst die Natur

Heinz Schielein, Sprecher der Initiative "Das bessere Bahnkonzept", ging in Untersiemau mit dem ICE-Neubau hart ins Gericht. Einen künftigen Halt in Coburg hält er in absehbarer Zeit für ausgeschlossen.
""Wenn jemand hocherhobenen Hauptes durchs Land gehen kann, dann sind wir das", betonte BI-Sprecher Heinz Schielein in Untersiemau. Der Sprecher der Initiative "Das bessere Bahnkonzept" sagt dem ICE-Neubau schon seit Jahren den Kampf an. Foto: Archiv
"Was sind wir verlacht, runtergemacht, gedemütigt worden. Dabei wollten wir nur für andere etwas erreichen: Die Heimat und die Natur schützen vor dem Auffressen durch ein überzogenes Verkehrsmonster - dem Erstellen eines Steuermilliardengrabs!" Bei seinem Rückblick auf 20 Jahre Bürgerinitiative (BI) "Das bessere Bahnkonzept" im Saal des evangelischen Gemeindezentrums zeigte sich Vorsitzender Heinz Schielein stolz auf das Geleistete.
Leider habe es nicht gereicht, die Form der Trassenführung der ICE-Neubaustrecke zu verhindern. Doch da hätten andere Faktoren eine Rolle gespielt 20 Jahre, in denen die Gefühle Achterbahn gefahren seien. "Nach einem positiven Erlebnis folgte meist ein Hammerschlag! Doch immer wieder hat es Personen gegeben, die ermutigt haben weiter zu machen", freute sich der Redner.
Für die "Reise durch die Vergangenheit" hatte er seine gesamten Terminkalender seit 1992 als "Roten Faden" parat, um Erinnerungen aufzufrischen. Nach zwei Jahrzehnten treffe das ein, was zu Beginn der Aktivitäten von der BI vorausgesagt worden sei. "Doch wenn jemand hocherhobenen Hauptes durchs Land gehen kann, dann sind wir das", stellt Schielein fest.

Viele Unannehmlichkeiten


Der Vorsitzende wörtlich: "Manchmal haben wir schon an der Rechtsstaatlichkeit unserer Demokratie gezweifelt! Unsere Chancen wurden niedrig gehalten. Das Milliardenprojekt der Bahn war anscheinend zur Durchführung verurteilt, da es das Etikett "Verkehrsprojekt Deutsche Einheit" trägt", mutmaßte Schielein bei seinen Ausführungen.

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