. Kantor Markus Heunisch hatte hierzu in Zusammenarbeit mit der Bad Stebener Kantorei unter Stefan Romankiewicz ein buntes Programm aus Liedsätzen und Motetten der letzten vier Jahrhunderte zusammengestellt und die Chöre stimmlich bestens hierfür vorbereitet.

Für den stimmungsvollen, barocken Auftakt sorgte mit einer kurzen Sonate von Antonio Bertali der Posaunenchor St. Ge org, der das Konzert im weiteren Verlauf mit Kompositionen von Joseph Bodin de Boismortier bereicherte. Dessen beschwingte und fröhlich anmutende Sonate in Es-Dur stimmte besonders klangvoll und homogen auf die nahende Weihnacht ein, ebenso wie die gelungene Interpretation des melodiös gehaltenen Satzes "Fröhlich soll mein Herze springen" von Traugott Fünfgeld, eines Komponisten der Gegenwart. Vier adventliche Motetten aus verschiedenen Epochen ließ Markus Heunisch mit dem umfangreichen Klangkörper beider Chöre schlicht und klanglich ausgewogen erklingen:

Verheißungsvoll

"Machet die Tore weit" des seinerzeit in Sachsen wirkenden Andre as Hammerschmidt, "Siehe, ich sende meinen Engel" des Weimarer Kantors Melchior Vulpius, "Maria durch ein Dornwald ging" von Günter Raphael erschien im Klanggewand des 20. Jahrhunderts und eine verhaltene Interpretation von "Tröstet mein Volk" von Eduard Karl Nössler, mit einem abschließenden, verheißungsvollen Halleluja.

Unter der Leitung von Stefan Romankiewicz erklangen barocke, weihnachtliche Liedsätze wie "Brich an, du schönes Morgenlicht" von Bach, die Motette "Sehet, welch eine Liebe" auf dem Klangfundament von "In dulci jubilo" und "Deo dicamus gratias" des in Dresden wirkenden Bachschülers Gottfried August Homilius, sowie "Quem pastores laudavere" des Romantikers Carl Loewe.

Unter Markus Heunischs Diktion ging es weiter mit der besonders gelungenen Motette "Kommt herbei, ihr frohen Hirten des Spätromantikers Bruno Dost. So gefielen hier und auch bei den folgenden Prätorius-Kompositionen "Psallite" und "Es ist ein Ros entsprungen" die klaren, ruhig ausgesungenen Linien.

Einen wirkungsvollen Abschluss setzte Markus Heunisch mit dem Liedsatz "Wieder naht der heil'ge Stern" des 1956 geborenen Lorenz Maierhofer. Rhythmisch und in gemäßigt moderner Melodik vereinten sich nun Bläser und Sänger zu einer die Herzen öffnenden Weihnachtsbotschaft, die nach reichlichem Applaus noch einmal als Zugabe dankbar aufgenommen wurde.