"Er ist ein Macher im wahrsten Sinne des Wortes - aber das auch noch mit Herz und Verstand." So hatte der aktuelle IHK-Präsident Friedrich Herdan im Oktober des vergangenen Jahres Heinrich G. Bender beschrieben, als der seinen 75. Geburtstags feierte. Bei diesem Anlass überreichte Friedrich Herdan dem Jubilar mit der goldenen Ehrennadel auch noch die höchste Auszeichnung, die von der Industrie- und Handelskammer zu Coburg vergeben werden kann.

Kein Jahr später gab es wieder einen gemeinsam Grund zum Feiern: Heinrich G. Bender bekam in München das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen. In Anwesenheit von Benders Ehefrau Renate, dem Coburger Landtagsabgeordneten Jürgen W. Heike sowie auch von Friedrich Herdan sprach Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) die Laudatio.

Zeil würdigte die vielen Verdienste des erfolgreichen Unternehmers. Heinrich-G. Bender ist geschäftsführender Gesellschafter der Autohaus Heinrich-G. Bender GmbH & Co. KG und zudem Ehrenpräsident der IHK zu Coburg. Der Minister erinnerte daran, dass Bender im Jahr 1979 das Daimler-Benz-Autohaus in Coburg gegründet hat und es mittlerweile zum größten Automobilhandels- und Reparaturbetrieb im Raum Coburg/Lichtenfels ausgebaut habe. "Mit einer Ausbildungsquote von konstant rund 20 Prozent ist Bender zudem ein wichtiger Ausbildungsbetrieb", lobte Zeil. Viele der rund 130 Mitarbeiter in Coburg und in der Filiale in Lichtenfels wurden im eigenen Unternehmen ausgebildet und beruflich entwickelt.

Zeil ließ aber auch nicht unerwähnt, dass sich Heinrich-G. Bender darüber hinaus vielfältig ehrenamtlich für den Coburger Wirtschaftsraum eingesetzt hat. So wurde er 1987 Vizepräsident der IHK und 1988 Präsident. In seine Amtszeit fiel die deutsche Wiedervereinigung.

Mittler zwischen Ost und West

"Den Annäherungsprozess zwischen Ost und West haben Sie dabei in der Region wesentlich mitgestaltet", würdigte der Minister in seiner Laudatio. So fand unter Benders Präsidentschaft 1990 die erste gesamtdeutsche IHK-Vollversamm-lung in Gotha statt. "Sie haben darauf hingewirkt, dass Coburger und Thüringer Betriebe kooperieren und haben eine großräumige Verkehrserschließung über die ehemalige Grenze hinweg mit vorangetrieben", betonte Zeil.

Zudem habe er seit 1990 im Kuratorium der Hochschule Coburg "wichtige Impulse" für die Zusammenarbeit von Hochschule und Wirtschaft gegeben. Und schließlich hob Zeil auch noch Benders sozial-karitatives Engagement hervor, speziell für krebskranke Kinder.