Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) hat im Auftrag des Bundespräsidenten sechs Bürgern aus Franken das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland überreicht. Darunter war auch Helga Knirsch aus Rödental.

Die Ministerin betonte am Freitag aus diesem Anlass in Bayreuth: "Die Ausgezeichneten sind aufgrund ihres großen gesellschaftlichen Engagements Vorbilder. Ich wünsche mir mehr Menschen, die anpacken, anstatt zu klagen, und für das einstehen, wovon sie überzeugt sind." Mit dem Verdienstorden wurden ausgezeichnet: Jürgen Binder aus Erlangen, Walter Otto aus Bamberg, Gerhard Grötsch aus Heinersreuth (Landkreis Bayreuth), Helga Knirsch aus Rödental (Landkreis Coburg), Lydia Köstner aus Lichtenfels und Laura Krainz-Leupoldt aus Weißenstadt (Landkreis Wunsiedel).


Knirsch fühlt besonders mit verwaisten Eltern mit

Die Ministerin betonte bei ihrer Laudatio, Helga Knirsch setze sich seit mehr als zwei Jahrzehnten mit großer Fürsorge und Mitmenschlichkeit für Mitbürger in schwierigen Lebenssituationen ein. Knirsch ist Gründerin der Selbsthilfegruppe Tinnitus und der Selbsthilfegruppe "Verwaiste Eltern Coburg". Aus eigenen Schicksalsschlägen hat sie immer die Kraft geschöpft, um anderen zu helfen, denen Ähnliches widerfahren ist. Sie begleitet verwaiste Eltern einfühlsam durch die schwere erste Zeit, versucht, Leid zu lindern und neue Hoffnung zu vermitteln. Es ist ihr Verdienst, dass für Totgeburten eine würdige Verabschiedung und Beerdigung auf dem Friedhof Coburg stattfinden kann. Zudem entstanden auf ihre Initiative hin in Coburg zwei "Regenbogenwälder", in denen Eltern für ihre toten Kinder einen Baum pflanzen können. Und: Sie engagiert sich seit 1996 als Hospizbegleiterin im Hospizverein Coburg.