Unfallserie auf A73: Autobahn im Landkreis Coburg mehrere Stunden vollständig gesperrt. Im Zuge einer glatteisbedingten Unfallserie mussten Streckenabschnitte der A73 am gestrigen Abend für mehrere Stunden voll gesperrt werden. Das berichtet die Verkehrspolizeiinspektion Coburg am Freitag (24. Dezember 2021). 

Demnach hatte ein kurz vor 19 Uhr einsetzender Eisregen dazu geführt, dass einzelne Abschnitte der Autobahn - insbesondere die Talbrücken bei Rödental und Lautertal - wegen Eisglätte nahezu unbefahrbar waren. Innerhalb von rund 20 Minuten ereigneten sich deshalb insgesamt vier Verkehrsunfälle zwischen den Anschlussstellen Ebersdorf bei Coburg und Eisfeld-Süd. 

A73 nahe Coburg: Autofahrer verliert Kontrolle - Wagen kracht in Leitplanke

Auf der Lautertalbrücke kurz nach der Anschlussstelle Coburg verlor ein 35-Jähriger aus Fürth die Kontrolle über seinen Mazda 3 und schleuderte frontal in die Außenschutzplanke. Ein 44-Jähriger aus Nürnberg konnte dem querstehenden Mazda mit seiner A-Klasse nur noch teilweise ausweichen und streifte ihn deshalb mit der rechten Front seines Wagens.

Beide Fahrer blieben laut Polizeiangaben unverletzt. Vorsorglich wurde der Mazdafahrer vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus eingeliefert. Die beiden betagten Fahrzeuge hatten nach dem Unfall nur noch Schrottwert und mussten abgeschleppt werden. Der Gesamtschaden beläuft sich auf rund 8000 Euro. 

Auf Höhe Drossenhausen verlor infolge der Eisglätte auch ein 22-Jähriger aus dem Wetteraukreis die Kontrolle über seinen Opel Corsa und schleuderte mehrfach gegen die Mittel- und Außenschutzplanken. Sowohl er als auch seine beiden gleichaltrigen Mitinsassen blieben unverletzt, der Corsa erlitt einen Totalschaden. Insgesamt war die Schadenshöhe mit rund 3000 Euro aber überschaubar. 

Glätteunfälle auf Itztalbrücke: Auto bleibt quer auf Fahrbahn stehen

Zu zwei weiteren Glätteunfällen kam es auf der Itztalbrücke, kurz vor der Anschlussstelle Rödental. Hier kam ein 38-jähriger Fürther aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit mit seinem Audi A4 ins Schleudern und krachte frontal in die rechte Außenschutzplanke. Seinen mitten auf der Fahrbahn querstehenden Pkw erkannte ein 50-Jähriger aus dem Landkreis Ebersberg zu spät und versuchte deshalb, mit seinem Mercedes GLE zwischen Audi und Mittelschutzplanke hindurchzufahren.

Hierbei streifte er jedoch beide Hindernisse und verschrammte sich linke und rechte Fahrzeugseite von vorne bis hinten. Unmittelbar darauf näherte sich noch ein 30-Jähriger aus dem Landkreis München mit seinem Ford Transit an die Unfallstelle an. Auch er konnte auf der spiegelglatten Fahrbahn nicht mehr rechtzeitig abbremsen und kollidierte mehrfach mit der rechten Schutzplanke, bevor sein Transporter mit massivem Frontschaden entgegen der Fahrtrichtung zum Stillstand kam. 

Die Fahrzeugführer des Audi A4 und des Mercedes GLE erlitten unfallbedingt ein Schleudertrauma und mussten in umliegende Krankenhäuser eingeliefert werden. Angeforderte Abschleppdienste kümmerten sich um die Bergung der drei nicht mehr fahrbereiten Unfallfahrzeuge. Der entstandene Schaden beläuft sich auf rund 70.000 Euro. 

Unfallserie auf A73: Feuerwehren mit Großaufgebot im Einsatz

Die Unfallaufnahme führten mehrere Streifenbesatzungen von Verkehrspolizei und Polizeiinspektion Coburg durch. Weiterhin waren auch die ansässigen Feuerwehren aus Lautertal, Meeder, Rödental, Dörfles-Esbach und Ebersdorf b. Coburg mit einem Großaufgebot von rund 60 Einsatzkräften vor Ort.

Diese leisteten hervorragende Bergungs- und Absicherungsarbeiten. Zudem war in Absprache zwischen Polizei und Feuerwehr auch eine Ausleitung des in Richtung Norden fließenden Verkehrs auf der A73 an den Anschlussstellen Ebersdorf bei Coburg und Coburg erforderlich, um weitere Verkehrsunfälle zu verhindern. Auch diese Ausleitungen wurden professionell von Einsatzkräften der Feuerwehr durchgeführt.

Da die Fahrbahn trotz mehrfacher Streufahrten durch Räumfahrzeuge der Straßenmeisterei Coburg immer wieder vereiste, mussten die Ausleitungen bis circa 23 Uhr bestehen bleiben. Erst dann konnte die Autobahn nach Begutachtung durch den zuständigen Straßenmeister wieder für den Fahrzeugverkehr freigeben werden.