Welche baulichen Gegebenheiten bei Einsätzen herausfordern oder gefährlich sein können, wurde bei der Gemeinschaftsübung der Feuerwehren der Gemeinde Weidhausen im Rahmen der Brandschutzwoche deutlich. Rund 50 Dienstleistende aus den drei Feuerwehren Weidhausen, Trübenbach und Neuensorg sowie der BRK-Bereitschaft Weidhausen zeigten interessierten Einwohnern auf einem ehemaligen landwirtschaftlichen Anwesen in Trübenbach ihre Leistungsfähigkeit. Sie griffen beherzt ein, um einen angenommenen Brand schnell unter Kontrolle zu bekommen und nach einer vermissten Person zu suchen.


Brand durch Funkenflug

Angenommene Ursache war Funkenflug bei Schweißarbeiten in einer Werkstatt, die eher wie ein gewöhnliches Nebengebäude aussah.
"Damit wird deutlich, dass die Einsatzkräfte nicht immer gleich vermuten können, was sie im Inneren eines Gebäudes erwartet", führte Kreisbrandmeister Jochen Mann aus, der wie Bürgermeister Markus Mönch (parteilos) und Dritter Bürgermeister Michael Hofmann (CSU) zu den aufmerksamen Beobachtern gehörte. Auch die alten Holzsilos, die sich in der unmittelbaren Nähe der Werkstatt befinden, könnten schnell in Brand geraten.

Eine besondere Herausforderung stellte aber auch die enge Bebauung dar, die es in vielen Bereichen des Weidhäuser Ortsteils gibt. Zur Suche nach der vermissten Person drangen Atemschutzgeräteträger in die Werkstatt ein. Um schnell den Rauch aus dem Innern des Gebäudes zu bringen, wurden dort Lüfter eingesetzt. Da der Verletzte nicht im Gebäude zu finden war, wurde die Suche auf das gesamte Grundstück ausgeweitet. Vor einer Gartenhütte fanden die Einsatzkräfte den Verletzten. Dieser hatte sich zwar aus eigener Kraft aus der Werkstatt ins Freie retten können, war aber umgeknickt und hatte sich neben einer Schnittwunde an der Hand eine Fraktur des Unterarms zugezogen, so das Szenario.

Zur Versorgung durch die Bereitschaftsmitglieder wurde der Verletzte von den Feuerwehrdienstleistenden aus der Gefahrenzone gebracht. Als Leiter der Übung zeigte sich der Trübenbacher Kommandant Günther Schmidt zufrieden: "Aus meiner Sicht hat alles gut geklappt." Er kommentierte den Übungsverlauf und merkte an, dass im Ernstfall aufgrund der Umleitung zwischen Neuensorg und Weidhausen die Kameraden aus Neuensorg nicht alarmiert worden wären. Trotz der längeren Anfahrt trafen diese flott ein.