Sonnefelds Spielertrainer hatte bereits im Vorfeld von diesem Gegner gewarnt ("Das sind die Besten in der Landesliga") - dass es aber dann so schlimm kommt, hätte selbst Bastian Renk nicht für möglich gehalten! Mit 0:7 verlor der Aufsteiger sein zweites Heimspiel in der Landesliga Nordost. Doch damit nicht genug, aufgrund einer Tätlichkeit sah Neuzugang Tayfun Özdemir genauso wie sein Erlanger Gegenspieler bereits nach einer halben Stunde die rote Karte und wird dem TSV in den nächsten Wochen fehlen.
Erlangen übernahm von Beginn an das Spielgeschehen und präsentierte eine starke, geschlossene Einheit. Sonnefeld versuchte so gut wie möglich mit zu halten, war aber gegen die technisch hochversierten Erlangener immer einen Deut hinter her. In der 20. Minute fiel das 0:1: Einen scharf hereingetreten Eckball köpfte Kammermeyer unhaltbar ein. Drei Minuten später hätte Renk den Ausgleich machen können, sein Schuss ging aber knapp am Tor vorbei. Nach einem groben Foul am Sonnefelder Emre Özdemir, rastet sein Bruder Tayfun aus und kam mit Kashimoto in Konflikt. Beide mussten mit "Rot" das Feld verlassen.
Kulabas nutzte in der 33. Minute seine Möglichkeit und netzte zum 0:2 ein. Erlangen machte jetzt großen Druck, aber der TSV verstand es, vor der Halbzeit einen weiteren Treffer zu verhindern.
Nach dem Wiederanpfiff mussten die Fans des ATSV nicht lange auf ein weiteres Tor warten. In der 46. Spielminute schwanzte Amegan die Sonnefelder Abwehr aus und erhöhte auf 0:3. Großer Schock für Sonnefeld und das Desaster nahm seinen Lauf . Schon sechs Minuten später zeigte der stark spielende Kulabas erneut seine Klasse, lief gekonnt durch die Sonnefelder Abwehr und erhöhte auf 0:4. Sonnefeld hatte dann durch Ata Simitci auch eine Möglichkeit, aber wieder ging der Kopfball am Tor vorbei.
Danach zeigte Erlangen große Klasse und erzielte nach schönen Kombination zuerst das 0:5 durch Ferizi (60.) und eine Viertestunde später das 0:6 durch Schreiber. In der 77 Minute hätte Sonnefeld durch Aykut Civelek das Ehrentor erzielen können, sein Schuss wurde jedoch vom Erlanger Keeper pariert. Guerra verwandelte schließlich in der Schlussphase noch einen Freistoß direkt zum 0:7. Der TSV Sonnefeld war dieser guten, spiel- und kampfstarken Erlangener Mannschaft nicht gewachsen. Vorsitzender Dieter Reißenweber stellte ganz nüchtern fest: "Erlangen war heute eine Nummer zu groß für uns".


Trainerstimme

Bastian Renk (TSV Sonnefeld):
Ich hatte schon nach dem Frohnlacher Spiel gewarnt, dass es in dieser Liga deutlich stärkere Teams gibt. Das war heute ein Beispiel dafür. Wir waren in allen Belangen unterlegen, läuferisch, spielerisch und kämpferisch. Wir haben auch zu emotionslos gespielt. Aber wir müssen die Köpfe wieder hoch nehmen. Das ist nicht einfach, aber es ist vorbei. Gegen Lichtenfels haben wir wieder eine Chance, aber nur dann, wenn wir wieder als Team funktionieren. Heute haben wir uns leider ergeben.

TSV Sonnefeld gegen ATSV Erlangen 0:7 (0:2)

TSV Sonnefeld: Jauch - Civelek, Kunick, Pawellek, Simitci, Rödel C., Renk, Özdemir E. (74. Leffer), Steiner (61. Jacob), Özdemir T., Scheler (62. Beland).

ATSV Erlangen: Kraut - Kishimoto, Kammermeyer, Amegan, Guerra, Marx, Schreiber, Krämer, List (56. Ferizi), Kauf, Kulabas (54. Glasner).
Tore: 0:1 Kammermeyer (21.), 0:2 Kulabas (35.), 0:3 Amegan (48.), 0:4 Kulabas (52.), 0:5 Ferizi (60.), 0:6 Schreiber (76.), 0:7 Guerra (82.).
Gelbe Karten: Simitci, Renk / - . - Rote Karten: T. Özdemir (29./Tätlichkeit) / Kishimoto (29./Tätlichkeit). - Zuschauer: 410. - SR: Sebastian Cornely (Bad Neustadt).