Das Urteil im "Mordfall Beiersdorf" ist gesprochen: Lebenslänglich für die beiden Hauptangeklagten, Paul K. und Peter G. wegen Mordes in Tateinheit Raub mit Todesfolge. Wegen Anstiftung zum Raub mit Todesfolge muss Helmut S. 12 Jahre und einen Monat in Haft. Maria S. wurde wegen Raubes mit Todesfolge zu 12 Jahren Freiheitsentzug verurteilt.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die Freundin des Opfers und ihr Noch-Ehemann zwei andere Männer beauftragten, den neuen Partner der Frau umzubringen, um dessen Betrieb zu übernehmen.

Die Verteidigung der beiden Männer war jedoch der Ansicht, dass der Noch-Ehemann, von dem die Frau getrennt lebte, selbst auch an den Tatort kam und dem Opfer weitere Verletzungen zufügte. Sie forderte bis zu acht Jahre Haft für ihre beiden Mandanten für gefährliche Körperverletzung - genau wie für den Noch-Ehemann.

Dessen Anwalt hingegen verlangte für seinen Mandanten Freispruch. Ihm sei nicht nachzuweisen, die zwei mutmaßlichen Haupttäter zu den tödlichen Tritten und Schlägen auch nur angestiftet zu haben. Der Verteidiger der Frau forderte vier Jahre Haft für sie wegen Körperverletzung.

Das 66 Jahre alte Opfer war Ende 2013 in seiner Wohnung im Coburger Stadtteil Beiersdorf totgeprügelt worden. Bei dem Prozess handelt es sich um eine Neuauflage.