Mit einem Wermutstropfen gab der Bürgermeister der Stadt Bad Rodach, Tobias Ehrlicher (SPD), die Gemeindeverbindungstraße sowie den Geh- und Radweg von Bad Rodach nach Elsa offiziell frei und schnitt das weiß-blaue Band zusammen Norbert Pohle, dem Altbürgermeister Gerold Strobel und dem Ingenieur Dieter Göhring sowie mit seinen Stellvertreterinnen Christina Butterer (BV) und Nina Klett (CSU) durch. Für die nächste Zeit sei dies die größte Baumaßnahme der Stadt Bad Rodach mit rund zwei Millionen Euro gewesen.

Noch Klärungsbedarf

Er bedauerte, dass es für Unternehmen zu Erschließungsbeiträgen kommen werde, deren Höhe man allerdings erst nach Eingang und Prüfung aller Schlussrechnungen festlegen könne.
Als die Planungen für die Straße in den Jahren 2010 - 2012 gelaufen sind, habe es laut Bürgermeister Aussagen von Landratsamt und Regierung von Oberfranken gegeben, dass es zu keinen Erschließungsbeiträgen kommen werde. Denn die Straße wurde nicht im Sinne der Straßenbausatzung erschlossen. "Ich bin im Jahr 2013 aus allen Wolken gefallen, als ich den Förderbescheid in den Händen hielt", sagte Ehrlicher. Denn es wurden 540 000 Euro förderfähige Kosten gestrichen. Als Grund wurde angeführt, dass die Straße zum Gewerbegebiet gehöre und dieses damit erschlossen werde.

Durch ein persönliches Gespräch mit dem Regierungspräsidenten hätten 165 000 Euro eingespart werden können, berichtete Ehrlicher. Die Stadt möchte diese verzwickte Situation im Einvernehmen mit den angrenzenden Gewerbetreibenden regeln.

Hohe Investitionen

Die Gemeindeverbindungstraße nach Elsa, die täglich auch von vielen Lkw benutzt wird, hat eine Länge von 1650 Metern und ist von der Mühlbachbrücke bis zum Ende des Gewerbegebietes 6,5 Meter breit und danach 5,5 Meter breit. Die Breite des Geh- und Radweges, der 240 000 Euro gekostet hat, beträgt durchgehend 2,5 Meter. Hierfür liegen die Kosten bei rund 1,8 Millionen Euro. Bei den Bauarbeiten wurde auch das Abwasser-Pumpwerk in Elsa umgebaut und die Abwasser druckleitung Elsa-Bad Rodach teilerneuert.

Fehler des Büros

Da hier ein Planungsfehler vorlag, hofft die Stadt auf die Kostenübernahme durch die Versicherung des Planungsbüros. Die Stadtwerke legten in die Straße 1200 Meter Leerrohre und verfüllten die 1600 Meter Kabel- und Wasserleitungsgräben mit Sand. Die Gesamtleistung der Stadtwerke beträgt 348 000 Euro. Während der Baumaßnahme wurden 90 000 Kubikmeter Massen bewegt und verbaut.

Der Bürgermeister dankte für das große Verständnis der Gewerbetreibenden. Denn mit der neuen modernen Straße, die den neuesten Standards entspreche, habe man in die Zukunft investiert, betonte Bürgermeister Tobias Ehrlicher im Beisein vieler Bürger aus Elsa und Bad Rodach.