Empfangen wurde die FDP-Politikerin von HUK-Personalvorstand Wolfgang Flaßhoff sowie Ausbildungsleiter Holger Florschütz. Des Weiteren waren als Vertreter der Industrie- und Handelskammer zu Coburg der Präsident Friedrich Herdan, der Hauptgeschäftsführer Siegmar Schnabel sowie der Leiter des Bereichs Berufliche Bildung Rainer Kissing anwesend.

In dem gut einstündigen Informationsaustausch kam die Rolle und die Bedeutung der HUK Coburg als größter Arbeitgeber und Ausbildungsbetrieb der Region zur Sprache: Der Versicherer beschäftigt mittlerweile allein in Coburg über 5000 Mitarbeiter. Eine Berufsausbildung bei der HUK absolvieren derzeit 192 junge Menschen. Darunter befinden sich 139 angehende Kaufleute für Finanzen und Versicherungen, 33 Studenten der Versicherungswirtschaft und 20 zukünftige Fachinformatiker.
In einer Gesprächsrunde hatte eine Gruppe von Auszubildenden, Verbundstudenten sowie Mitarbeiterinnen der HUK Gelegenheit, sich mit Staatssekretärin Katja Hessel ausführlich zu den Themen "Berufsorientierung" und "Förderung von Frauen in Führungspositionen" zu unterhalten.

Bayerns Wirtschaftsstaatssekretärin Katja Hessel machte deutlich: "In Zeiten des demografischen Wandels spielt die Berufsorientierung für Firmen, die ihren Fachkräftebedarf decken wollen, eine zentrale Rolle. Denn wer sich frühzeitig und ausführlich über verschiedene Berufsbilder und Karrieremöglichkeiten informiert, bricht seltener die Ausbildung oder das Studium ab. Gleichzeitig lernen vor allem auch junge Frauen ihre vielfältigen Chancen in der Arbeitswelt kennen und schlagen eine Ausbildungsrichtung ein, die ihren Interessen und Talenten entspricht. Die Berufsorientierung beugt damit eingefahrenem Rollenverhalten vor, wonach Frauen nur vermeintlich weibliche Berufe ergreifen. Somit hilft die intensive Beschäftigung mit potenziellen Berufsfeldern, dass mehr Frauen in Führungspositionen gelangen."

Der "Bayerische Tag der Ausbildung 2013" ist dem Thema Berufsorientierung gewidmet. Die Berufsorientierung unterstützt als langfristiger Prozess die spätere Berufswahl junger Menschen durch Informationen über Berufsfelder und Berufe. Suchende sollten deshalb früh mit der Orientierung beginnen. Vor allem aber gilt es zu verhindern, dass junge Menschen endgültig die Ausbildung abbrechen. Ein schlechter Start für die jungen Menschen ist eine Ressourcenvergeudung für Unternehmen. Beim "Bayerischen Tag der Ausbildung 2013" sind alle Institutionen wie Landtag, Regierung, Organisationen der kommunalen Selbstverwaltung sowie die Bayerische Wirtschaft und die Agenturen für Arbeit aufgerufen, im Rahmen ihrer Möglichkeiten zur weiteren Verbesserung der Berufsorientierung junger Menschen beizutragen.