Mit einem starken Auftritt gegen den Tabellenvierten SVG Lüneburg ließen die "Schmiede" der VSG Coburg/Grub aufhorchen. Nach zweieinhalb Stunden Spielzeit verbuchte das Team von Trainer Itamar Stein in fünf spannenden Sätzen einen tollen 3:2-Sieg.
Die VSG Coburg/Grub liegt mit drei Siegen aus vier Saisonspielen weiter auf dem 6. Tabellenplatz der 1. Liga.


Gedenkminute für Timo Köhler

Das Spiel in der Arena begann mit einer Schweigeminute für den verstorbenen, langjährigen VSG-Zuspieler Timo Köhler und für die Opfer der Anschläge in Paris. Die Halle war fast gespenstisch ruhig, denn weder die Trommler noch der DJ machten als Zeichen der Anteilnahme, Stimmung in der Halle.


VSG Coburg/Grub gegen
SVG Lüneburg 3:2 (29:17, 25:23, 23:25, 23:25, 15:8)

Mit der einsetzenden Unterstützung der Fans kam die VSG immer besser ins Spiel und spielte sich eine knappe Führung heraus. VSG-Diagonalspieler Lubos Kostolani bewies in der entscheidenden Phase Nervenstärke und wehrte gleich mehrere Satzbälle mit cleveren Angriffsschlägen ab. Durch einen Blockpunkt von Noah Baxpöhler und durch starke Feldabwehr gelang es dem jungen VSG-Team schließlich den ersten Satzball zum 29:27 zu nutzen.
Im zweiten Satz strotzen die Hausherren dann vor Selbstvertrauen und zur Mitte des Satzes hatte man die Norddeutschen bereits mit 17:10-Punkten deutlich distanziert. Zwar wurde es noch einmal eng, doch der 20-jährige Youngster Timon Schippmann verwandelte mit voller Überzeugung den Satzball zum 25:23-Endstand.
Trotz einer 2:0-Führung im Rücken und der Anfeuerung der VSG-Fans gab sich das Gästeteam von Trainer Stefan Hübner noch nicht geschlagen. Es entwickelte sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit spannenden Ballwechseln und sehenswerten Abwehraktionen. Die Zuschauer kamen in den Genuss hochklassigen Volleyballsports gepaart mit Emotionen und Einsatzwillen auf beiden Seiten des Netzes.
Bei Mannschaften schenkten sich nichts und schließlich waren es Kleinigkeiten, die einen möglichen 3:0-Erfolg für die Vestestädter verhinderten. Am Satzende waren es jeweils gute Block- und Abwehraktionen der Mannschaft aus der Heide, die den Ausschlag gaben, dass die Sätze drei und vier mit jeweils 25:23 an das Gästeteam gingen. Im Tie-Break war alles offen und die Lüneburger schienen nach der Aufholjagd im psychologischen Vorteil zu sein. Wer aber dachte, dass das junge VSG-Team sich vom Favoriten aus Lüneburg die Butter vom Brot nehmen lassen würde, erlebte eine faustdicke Überraschung. Nach einem Angriffspunkt von Milan Hrinak, kam dieser zum Aufschlag und servierte in der Folge sieben Sprungaufschlagkracher mit denen die Gästeannahme starke Probleme hatte. Die Notangriffe entschärfte die VSG-Abwehr und zog auf einen Punktestand von 8:1 davon.
Diesen Vorsprung brachten die "Schmiede" sicher ins Ziel und um 21:58 Uhr verwandelte Milan Hrinak den dritten Matchball zum 15:8-Satzerfolg und zum 3:2-Sieg.
Die Fans waren sich einig, mit diesen Spielern und diesem Trainer hat die VSG einige Glückgriffe getan und warum sollte es nicht das Bundesligateam aus Coburg sein, dass dieses Jahr für die Überraschungen in der Liga sorgen wird.

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Trainerstimme

Itamar Stein (VSG Coburg/Grub): "Die Jungs haben gefightet und sich diesen 3:2-Sieg verdient. Die Mannschaft ist hungrig auf Erfolg und hat einen unglaublichen Teamgeist, das ist eine sehr gute Basis für unsere Trainingsarbeit."