"Wir können uns die Chance nicht nehmen lassen, Coburg erstklassig zu machen." Ein Satz der kennzeichnet, wohin die VSG Coburg/Grub gehen will. "Wenn man die Chance hat, dann soll man sie wahrnehmen." Nicht nur Fördervereins-Vorsitzender Michael Dehler ist bereit für das Abenteuer 1. Volleyball-Bundesliga.

Immer konkreter werden die Aussagen zu dem möglichen Aufstieg. "Natürlich sind dazu die bekannten Hürden zu bewältigen. Doch sehen wir uns auf einem guten Weg, die Lizenzanforderungen der Deutschen Volleyball Liga (DVL) zu erfüllen," erklärte Dehler während einer zukunftsweisenden Zusammenkunft des Fördervereins.
"Wir waren bisher sehr fleißig und recht erfolgreich bei unseren Sponsoring-Partnern und können bereits jetzt den erforderlichen Mindestetat aufweisen." Um im Falle des Aufstiegs allerdings ein konkurrenzfähiges Team stellen zu können, müssen noch weitere Unterstützer
gefunden werden."

Torsten Spiller, der beim Bundesligateam Ansprechperson für das Sponsoring ist, gibt sogar Details bekannt: "Wir sind ungefähr bei zwei Drittel des notwendigen Gesamtetats. Erstaunlicherweise finden wir unsere Unterstützer nicht bei den großen Firmen, sondern bei kleinen und mittelgroßen Unternehmen."

"Da die VSG eine Spielgemeinschaft aus den Volleyballabteilungen des TSV Grub und der Coburger Turnerschaft ist, kann sie die Bundesliga-Lizenz nicht selbst beantragen", erklärt VSG-Vorsitzender André Dehler. Lizenznehmer muss also einer der beiden Hauptvereine sein, der wiederum durch einen Dienstleistungs- und Rechteüberlassungsvertrag das Spielrecht an den Förderverein, später an die GmbH übergibt.
Auch hierbei laufen seit Wochen die Gespräche mit den Vorsitzenden der Sportvereine und bis Ende März sollte es auch "grünes Licht" geben.

Zur sportlichen Situation äußert sich der Co-Trainer Volker Pohl wie folgt: "Nach der bitteren Niederlage gegen den ASV Dachau hat es das Team am Doppel-Heimspieltag nächstes Wochenende selbst in der Hand sich gegen den TSV Niederviehbach am Samstag und gegen die "Häfler" aus Friedrichshafen am Sonntag wieder an die Tabellenspitze zu spielen. Da es vermutlich am 6. April gegen die L.E. Volleys aus Leipzig zum Endspiel um die Meisterschaft kommt, werden wieder zahlreiche Fans die Mannschaft begleiten. Bereits jetzt ist der erste Fanbus fast ausgebucht und die Verantwortlichen denken über einen zweiten Bus nach. "Das Spiel darf man nicht auslassen", meint Fanclubmitglied Martin Klostermann, der bereits in Dachau an der Trommel alles für das Team gegeben hat und fordert alle VSG-Fans auf, das Bundesligateam an den verbleibenden vier Spieltagen weiterhin so euphorisch zu unterstützen.

Hinsichtlich der Gründung der GmbH hat man sich den 1. Juli als realistischen Zeitpunkt gesetzt. Die Ausarbeitung der notwendigen Verträge muss in den kommenden Wochen in Zusammenarbeit mit einem Juristen und einer Steuerkanzlei unter Berücksichtigung vieler Aspekte erfolgen.

Nachdem alle Punkte an dem langen Abend positiv durchgesprochen worden sind, findet der Förderverein einen guten Konsens. Man bleibt jetzt in jedem Falle auf Kurs Richtung 1. Bundesliga und wird versuchen, alle noch bestehenden Hemmnisse zu beseitigen.
Zum nächsten Treffen am Dienstag, 26. März wird man eine endgültige Entscheidung treffen, ob der Verein den Lizenzantrag am 1. April für die 1. Liga stellen wird. Doch wirklich zweifeln daran, tut niemand mehr im Lager der "Grünen".