Auch das noch: Bereits im Achtelfinale war für die VSG Coburg/Grub im diesjährigen VBL-Pokal Schluss. Der Wettwerb biegt ohne die Vestestädter ins Viertelfinale ein. Glatt in drei Sätzen verlor die Truppe von Trainer Milan Marc gestern Abend vor offiziell 535 Zuschauern in der HUK-Arena gegen die favorisierten "powervolleys" aus Düren. Die Gäste machten dabei ihrem Namen alle Ehre und fegten die überforderten Schmiede aus der eigenen Halle.

Die Gastgeber, die auf eine Überraschung und damit auf ein unerwartetes Erfolgserlebnis hofften, müssen in dieser Saison also weiterhin "kleinere Brötchen backen" und die Wende im Liga-Alltag erzwingen. Gelegenheit dazu haben Poluga & Co. bereits am Wochenende, wenn sie am Samstagabend ab 20 Uhr in Lüneburg antreten.
Obwohl sich die Gastgeber nach der Pause mit dem Mute der Verzweiflung, aber auch mit der einen oder anderen gelungenen Aktion steigerten, reichte es auch im dritten Satz nicht zu der von vielen erhofften Wende.

Mit dem Mute der Verzweiflung

Spätestens da wurde aufopferungsvoll um jeden Ball gekämpft, gehechtet, geschmettert, ja sogar mit dem Fuß abgewehrt, doch der neutrale Zuschauer hatte auch in dieser besseren Phase der VSG nie das Gefühl, dass Düren wackelt. Und dieses Gefühl täuschte keineswegs, denn der Favorit hatte stets eine passende Antwort, zog im entscheidenden Moment das Tempo an und ließ sich die Butter auch in der engen Schlussphase nicht vom Brot nehmen.

Nach exakt 70 Minuten war die Messe gelesen und die Coburger bedankten sich artig bei ihren treuen Fans. Die Enttäuschung war den Spielern, Funktionären und vielen Zuschauern jedoch ins Gesicht geschrieben.

VSG Coburg gegen powervolleys Düren 0:3
(15:25; 15:25; 23:25)

Nach der Tie-Break-Niederlage im Punktspiel gegen Rottenburg begann die VSG gegen SWD Düren im ersten Satz durchaus motiviert, doch dann kamen die Dürener in Fahrt und konnten sich nach dem Prinzip: "Zwei Punkte für uns, einer für den Gegner" klar absetzen.

Gerade einmal 22 Minuten dauerte der erste Durchgang. Unkonzentriertheiten bei den "Grünen" und wuchtig durchdachte Diagonalangriffe bei den Gästen bestimmten ab Mitte dieses Satzes die Szenerie. Düren setzte sich ab und schlug sich schnell auf die Siegerstraße.

Wer von den erwartungsfrohen Zuschauern auf eine Leistungssteigerung der Maric-Schützlinge hoffte, wurde auch im zweiten Durchgang enttäuscht. Bei Coburg kamen Speta, Meuter und Kapitän Nürnberger ins Spiel, doch viel änderte sich deshalb nicht. Die VSG-Spieler schüttelten immer wieder verzweifelt den Kopf und die "Power-Boys" aus Düren jubelten nach jedem Ballgewinn um die Wette. Wieder nur 22 Minuten. Es stand 0:2 und Ernüchterung machte sich im Lager der "Schmiede" breit.

Nach der Pause wollten sich die "Hammerschmiede" aber doch nicht kampflos in ihr Schicksal ergeben. Die Fans spürten nun den Kampfgeist und der Beifallpegel erhöhte sich. So führten die Schützlinge von Milan Maric zur erste technischen Auszeit mit 8:7 und hielten den Satz auch anschließend offen. Nach einem sehr anspruchsvollen Ballwechsel brachte Nürnberger die VSG auf 15:17 heran, das 16:18 markierte Meuter. Doch dann ein technischer Fehler und Düren erhöhte auf 16:19. Karlitzek verkürzte zwar erneut auf 17:19, doch gegen den geschlagenen aufsteigenden Ball von Dürens Mittelblocker Klein war kein Kraut gewachsen und wenig später führte Düren bereits 18:22.

Milan Maric nahm eine Auszeit und Karlitzek verkürzte auf 19:22. Jetzt stand auch der Coburger Block besser und die VSG kam nochmals auf 20:22 heran. Doch ein knapp ins Aus geschlagener Ball brachte das 20:23. Maric nahm erneut eine Auszeit. Nach einem Netzkanten-Aufschlag von Baxpöhler stand es 22:23 und Hoffnung kam auf. Beim Stand von 22:24 hatten die Coburger eine starke Szene mit einer spektakulären Fußabwehr und dem Punkt zum 23:24. Doch alles half nichts, denn mit dem ersten Matchball machte Düren den Sack sofort und kompromisslos zu.

Als bester Coburger wurde Moritz Karlitzek gewählt und für Milan Maric war der 2,08 Meter-Mann Marvin Prolinheuer der MVP des Pokalfights.

Das nächste Heimspiel der VSG steigt am Mittwoch, 26. November, dann haben die "Hammerschmiede" erneut den SWD PV Düren zu Gast. Vielleicht gelingt dann ja bereits die Revanche.

Viertelfinale wird ausgelost

Das Viertelfinale wird heute nach der letzten Achtelfinalpartie zwischen VC Bitterfeld-Wolfen und dem TV Rottenburg ausgelost. Die VSG ist dann aber nicht mehr im Topf.