Nach der 0:4-Niederlage in Würzburg ist die Ausgangslage für den VfL Frohnlach klar. Gegen die "kleinen Kickers" ist heute 16 Uhr kaum noch eine Chance im Willi-Schillig-Stadion vorhanden, in der Bayernliga Nord zu bleiben.
Doch selbst dann darf der VfL weiter hoffen. Der Grund liegt in der Erweiterung der Relegation, weil noch ein Bayernliga-Platz frei ist. Der TSV Bogen war dafür der Initiator und stellte einen Antrag, dem der Verband stattgegeben hat.
Demzufolge wird eine Dreiergruppe der Verlierer gespielt, wobei die Auslosung am Samstag in Bogen stattfindet. Spieltermine sind wahrscheinlich Dienstag, 7. Juni, Samstag, 11. Juni, und Dienstag, 14. Juni. Mit dabei sind die Verlierer aus Frohnlach/Kickers II, TSV Bogen/ASV Burglengenfeld und TSV Landsberg/SV Erlbach.


Gutes Ergebnis angestrebt

"Wir wollen in jedem Fall noch einmal gegen Kickers II ein gutes Ergebnis erzielen", strebt VfL-Cheftrainer Stefan
Braungardt ein Erfolgserlebnis an. "Dabei wissen wir selbst am besten, dass wir höchstwahrscheinlich schon ein riesiges Fußballwunder bräuchten, um dieses Duell mit der Zweitligareserve vom Dallenberg auch in Summe noch zu unseren Gunsten zu entscheiden", ist der A-Lizenzinhaber erfahren genug, die 0:4-Bürde aus dem bereits absolvierten Match des im Europacupmodus ausgetragenen Vergleichs realistisch einzuordnen.
"Rückblickend bleibt uns so also nur zu konstatieren, dass uns die Rothosen am Mittwochabend einfach in beinahe allen Belangen überlegen waren", möchte Braungardt seiner Mannschaft allerdings trotzdem keine allzu großen Vorwürfe machen: "Wir haben unsere Sache nach einer taktischen Umstellung aber schon im zweiten Abschnitt des Hinspiels deutlich besser gemacht, woran es nun möglichst weiter anzuknüpfen gilt".
Insbesondere auf die stets brandgefährlichen Zuspiele der Unterfranken in die eigene Spitze müssen sich seine Schützlinge jedoch schleunigst noch besser einstellen, wenn die immense Offensivpower der Elf von Coach Claudiu Bozesan ab sofort vermehrt unter Kontrolle gebracht werden soll.
"Wir müssen zugeben, dass wir eben keinen Sahnetag in Würzburg erwischt haben, wie wir ihn bei einem schwächeren Auftritt unseres Rivalen wohl gebraucht hätten, um diesem K.o.-Duell eine andere Richtung zu geben", ist dem Übungsleiter bewusst, dass ihm in dieser kräftezehrenden Saisonverlängerung, ähnlich wie bereits in der regulären Spielzeit, viele Akteure nur angeschlagen und manch potenzielle Stammspieler gar überhaupt nicht zur Verfügung stehen.
In diesem Moment käme die zu diesem Zeitpunkt nun eigentlich obligatorische Sommerpause eigentlich gerade Recht, wenn sich da nicht die neue Relegationstür aufgetan hätte.
"Wir wollen den Klassenerhalt unbedingt, weshalb wir uns in Abstimmung mit unseren Kickern letztlich klar dafür entschieden haben, dieses kurzfristige Angebot selbstverständlich wahrzunehmen", empfindet Braungardt diese Konstellation zwar als nicht optimal, wobei er hofft, dass das Votum der verbliebenen Konkurrenten diesbezüglich ebenfalls positiv ausfällt und noch vor dem heutigen Anpfiff offiziell feststeht, wie es weitergeht, bevor gegebenenfalls am Abend in Bogen die im vom VfL gewünschten Fall notwendigerweise folgenden Paarungen ausgelost würden.
Aufgebot VfL Frohnlach: Hempfling/Edemodu - Rebhan, C. Beetz (?), Krüger (?), Eckert, Alles, Weinreich, Baier (?), Fischer, P. Beetz (?), Schmidt (?), Mex, Knie, Pfadenhauer, Wagner, Bulat, Hartmann, Werner, Pflaum.
Es fehlen: McCullough, Autsch, Lauerbach und Teuchert (verletzt). zi/mb