"Grundsätzlich hätten wir schon gerne gespielt", so Frohnlachs Cheftrainer Oliver Müller. Kein Wunder, schaffte seine Mannschaft vor Wochenfrist durch den 2:1-Testspielerfolg beim Ligarivalen FC Sand gerade noch rechtzeitig den Umschwung in einer ansonsten schwierigen Vorbereitung.

Im Willi-Schillig-Stadion hätte auf den 49-Jährigen und seine Kicker nichtsdestotrotz zum Auftakt ins neue Jahr mit dem Regionalliga-Aufstiegsaspiranten TSV Großbardorf eine hohe Hürde gewartet. Diese kommt nun etwas später auf die Frohnlacher zu, da das Bayernliga-Spiel witterungsbedingt am Freitagnachmittag abgesagt wurde. "Die zurückliegenden Wintermonate sowie die kürzlichen Regenfälle und die jüngsten Sturmböen haben auf unseren Rasenplätzen deutlich ihren Tribut gefordert", sagt Müller, der seine Schützlinge in diesem Jahr bis dato kaum auf natürlichem Untergrund proben lassen konnte.



Der Geist von Prag

Optimal waren für Müller in den vergangenen Wochen lediglich die Platzbedingungen, die der erfahrene Übungsleiter im Kurztrainingslager in Prag vorfand. "Wir sind zuversichtlich, dass wir unseren Stamm halten und die längst noch nicht am Ende befindliche Entwicklung unserer jungen Truppe fortsetzen können", hatte sich Müller doch schon im Zuge seiner damaligen Vertragsverlängerung optimistisch gezeigt, dass der Geist von Prag auf sein Team positiv eingewirkt haben könnte.

Eine zuversichtliche Einschätzung, der inzwischen gleich 14 Akteure gefolgt sind, die auch in der Saison 2017/2018 die Schuhe für die Blauweißen schnüren werden. Angeführt wird der VfL zukünftig nach wie vor von Christopher Autsch.


Verletzung ein Wermutstropfen

In dieser Runde kann der 22-Jährige seine Rolle als stellvertretender Kapitän aber nur noch vom Spielfeldrand ausüben, da ihn ein Syndesmosebandriss zu einer mehrmonatigen Zwangspause zwingt. "Das war schon ein schwerer Wermutstropfen, welcher den Start ins neue Jahr klar überschattet hat", traf der Ausfall des Eichaers VfL-Coach Müller hart, wobei ihn der Verbleib des Führungsspielers gleichzeitig sehr erfreut. Einem Beispiel, dem auch der von seinem Studienaufenthalt in den USA heimgekehrte Lukas Pflaum und der von einem Kreuzbandriss sowie einem halbjährigen Intermezzo beim SV Bosporus Coburg zurückgekehrte Yannick Teuchert folgten.

In der Offensive wird dieses Duo auch über die aktuelle Spielzeit hinaus von Lukas Werner und Kevin Hartmann unterstützt werden. Komplettiert werden "Die glorreichen Sieben", die mittlerweile als Rückgrat der Müller-Elf bezeichnet werden dürfen, von Mittelfeldmotor René Knie sowie dem gewöhnlich unermüdlich die Außenlinie entlangsprintenden Tim Rebhan.


Nächstes Spiel am 11. März

"Wir sind froh und glücklich, dass unser Gerüst für die Zukunft bereits steht und unser entsprechendes Gesicht für die kommende Runde zunehmend eindeutigere Konturen annimmt", sagt Müller. Unabhängig vom Ausgang der Mission Klassenerhalt, die nun am 11. März in Neumarkt startet, kann Müller weiterhin mit Angreifer Philipp Schubert planen.

Während der Frankenwälder weiter für reichlich Torgefahr sorgen soll, wird es 2017/2018 wiederum die Aufgabe von Lukas Scheler und Fabian Fischer sein, für die notwendigen Impulse im Spiel der Frohnlacher zu sorgen. In der Defensive den Rücken freihalten sollen den Müller-Schützlingen daneben Domenic Lauerbach, Stefano Göhring und Lukas Schuster.

Auch zwischen den Pfosten des VfL-Gehäuses konnten die Frohnlacher übrigens die erste Planstelle besetzen, die der erst zum Jahreswechsel aus dem Bayreuther Raum ins Coburger Land gewechselte Philipp Pfister über das Saisonende hinaus einnehmen wird. "Dazu befinden wir uns jedoch aber natürlich auch noch in intensiven Gesprächen, um weitere Akteure unseres bisherigen Kaders von einem Verbleib zu überzeugen oder potenzielle Neuzugänge für unseren eingeschlagenen Weg zu gewinnen", sagt Müller.