Mit dem vorgezogenen Spiel zwischen der SG Kunstadt-Weidhausen II und dem HC Creußen (19:16 für die SG) ist die neue Handballsaison der Frauen-Bezirksoberliga bereits am vergangenen Sonntag eingeläutet worden - nun steigen ab diesem Wochenende auch die übrigen Mannschaften in den Spielbetrieb ein.

Die höchste Liga im Handballbezirk Oberfranken wurde von zwölf Mannschaften auf zehn reduziert. Tatsächlich starten werden allerdings nur neun Teams, da die HSG Fichtelgebirge II Anfang September zurückzog. Die darunter liegende Bezirksliga ist in zwei Staffeln mit sechs (Ost) bzw. sieben Mannschaften (West) eingeteilt.

Die Bezirksoberliga verlassen mussten in der Vorsaison die Mannschaften aus Hallstadt und Naila, während dem TV Helmbrechts mit der souveränen Meisterschaft der sofortige Wiederaufstieg in die Landesliga gelang. Neu ist heuer der HC Creußen, dem als Meister der Bezirksliga Ost nach seinem Abstieg vor zwei Jahren die sofortige Rückkehr in das oberfränkische Oberhaus gelang.


Enges Titelrennen zu erwarten

Einen eindeutigen Favoriten für das kommende Spieljahr gibt es nicht, immerhin hat der TV Gefrees, der einzig ernsthafte Rivale des TV Helmbrechts in der vergangenen Runde, sein Leistungsniveau aber gehalten. In diesem Jahr ist zu erwarten, dass es sowohl bei der Aufstiegs- als auch bei der Abstiegsfrage spannend zugehen wird. Von den seit Jahren etablierten Kräften wie Marktleugast, Weitramsdorf, Bamberg und Bayreuth wird etwas mehr erwartet als im Vorjahr, als der Viertplatzierte beispielsweise 15 Zähler weniger auf seinem Konto zu Buche stehen hatte als Meister Helmbrechts. Wie und ob die restlichen Mannschaften aus Münchberg, Hochfranken und der SG Kunstadt-Weidhausen II mitmischen werden, ist vor Saisonbeginn völlig offen. Das Coburger Tageblatt stellt die Teilnehmer aus dem Altkreis Coburg etwas genauer vor.


TSV Weitramsdorf

Die Mannschaft spielt seit einer gefühlten Ewigkeit, mit zum Teil großen Erfolgen, in der Bezirksoberliga. Die vergangene Saison war aber insgesamt nicht zufriedenstellend. Zu oft musste das Trainerteam die Aufstellung anpassen und war zum Improvisieren gezwungen. In dieser Saison soll es besser laufen. Das klar ausgedrückte Saisonziel: Ein Platz im oberen Tabellendrittel. Die Mannschaft wird weiterhin von Susanne Tetzlaff trainiert, ihr zur Seite steht mit Karina Birkner eine weitere erfahrene Helferin. Verzichten muss das Trainerteam vorerst auf Mandy Cyranek, die aufgrund eines Kreuzbandrisses noch länger ausfällt. Tetzlaff hofft, dass Luise Zeckey in diesem Jahr öfters eingesetzt werden kann. In der vergangenen Spielzeit stand sie aufgrund ihres Studiums nur selten zur Verfügung. Neu im Team ist Jutta Geuß (Ebern). Meistertipp der TSV-Verantwortlichen ist der Vorjahreszweite, der TV Gefrees. Bei Marktleugast, Bamberg und Bayreuth müsse man abwarten, wie die Abgänge kompensiert wurden.

Der Kader: Isabella Hauer, Katharina Knez (Tor); Corinna Bauersachs, Mandy Cyranek, Jutta Geuß, Stephanie Häfner, Janette Jacob, Johanna Kuhn, Kristina Pfeifer, Sabine Schreiner-Marr, Lisa Marie Sawatzki, Jana Tetzlaff, Selina Zink, Luise Zeckey, Luisa Bauer, Melanie Eberlein.


SG Kunstadt-Weidhausen II

Da Udo Prediger für beide Frauenmannschaften verantwortlich ist, gibt es keine genaue Differenzierung, welche Spielerinnen für welches Team vorgesehen sind. Ein Stamm für beide Mannschaften ist zwar vorhanden, aber ansonsten wird je nach aktuellen Trainingseindrücken wöchentlich aufgestellt. Einen Assistenztrainer gibt es bei der SG II nicht, Prediger steht mit Catrin Werner aber eine über viele Jahre erfahrene Betreuerin zur Seite, die auch als Torhüterin zur Verfügung steht. Darüber hinaus entlastet Sonja Seufert als Mannschaftsverantwortliche des Landesligateams den Trainer. Die Reserve der SG dient zur Weiterbildung der Spielerinnen, das Ziel ist daher auch ganz klar der Klassenerhalt. Das erste Spiel am Sonntag war vielversprechend: Gegen den Aufsteiger HC Creußen gab es einen 19:16-Heimsieg. Neu gekommen sind Sophie Braun und Torfrau Maria Karl, dem stehen drei Abgänge gegenüber: Kerstin Pitterich (zu HaSpo Bayreuth), Mira Olk (HC Erlangen) und Nora Streicher (ASV Dachau). Gespielt wird sowohl in Burgkunstadt als auch in der Michelauer Mainfeldhalle.