Bei der Winterarbeitstagung der Bezirksligen West und Ost im Sportheim des SSV Kasendorf wurde den Vereinsvertretern klar gemacht, dass in Sachen Fairness eine Besserung erfolgen muss. "Die Fallzahlen sind zwar fast gleich geblieben, aber wir haben eine Liga weniger und damit ist einiges aus dem Ruder gelaufen", betonte Sportgerichtsbeisitzer Rainer Cyris.

Bezirksschiedsrichterobmann Siegfried Brehm meinte: "Oberfranken ist zwar gut aufgestellt, der Schiedsrichtermangel wird jedoch immer größer. Es wurde zu sehr auf die Jugend gesetzt, aber das wurde uns aufdiktiert. Deshalb müssen sich alle an die eigene Nase fassen."

Bezirksspielleiter Günter Hahn forderte mehr Respekt, Anstand und Menschenwürde im Umgang mit den Unparteiischen. Beschlossen wurde einstimmig, dass ab der Saison 2013/14 der elektronische Spielbericht in beiden Bezirksligen eingeführt wird. Günter Hahn machte auf 26 offene Partien aufmerksam, denn das Wetter habe den Vereinen einen Strich durch die Rechnung gemacht. Auf die Zuschauerzahlen eingehend, sagte Hahn, dass ein direkter Vergleich mit dem Vorjahr nicht möglich sei. Bis dato seien in beiden Bezirksligen 55 576 Zuschauer gezählt worden (West: 32 392; Ost: 23 181).

Bezirksschiedsrichterobmann Siegfried Brehm: "Das Verhalten gegenüber den Schiedsrichtern ist schlechter geworden, die Attacken gegen die Unparteiischen haben zugenommen. Das muss verhindert werden!" Als Aushängeschild der oberfränkischen Unparteiischen bezeichnete Brehm den Kronacher Christian Dietz.

Den Informationen des Sportgerichts war zu entnehmen, dass bis dato 57 Rote Karten zu Buche stehen (West: 21; Ost: 36). "Nimmt man nur die Fallzahlen für die Halbsaison 12/13, dann sind diese kräftig in die Höhe geschnellt, denn wir haben eine Spielklasse weniger. Ein Bremsmanöver muss her, denn so wie bisher kann und darf es nicht weiter gehen", forderten die Sportrichter. "Das Verhalten von Spielern und Zuschauern gegenüber den Schiedsrichtern und deren Assistenten ist noch tiefer in den Keller gerutscht, das beweisen die Meldungen die uns Woche für Woche auf den Tisch flattern. Sollte keine Besserung eintreten, müssen wir kräftig an der Strafenschraube drehen", informierten die Sportrichter.

Bezirksvorsitzender Karlheinz Bram legte den Vereinsvertretern die Einführung des elektronischen Spielberichts ans Herz. "Wenn 20 Prozent dagegen stimmen, dann landet das Vorhaben im Papierkorb, den Vereinen wird nichts aufdiktiert", ließ der Redner wissen. Brahm machte auf die finanzielle Unterstützung des DFB in Sachen Laptop aufmerksam. Die Mitteilungen im Postfach sind verbindlich", betonte der Bezirksvorsitzende.

Mönche sind am fairsten

Günter Hahn präsentierte den momentanen Stand der Fairnesswertung. "Kein Herrenteam ist in dieser Saison mehr ohne Sportgerichtskontakt", sagte Hahn. Im Westen hat der TSV Mönchröden mit einem Quotienten von 4,70 die Nase vorne, gefolgt vom FC Redwitz (4,90), Schlusslicht ist der TSV Ebensfeld (9,40).

"Uns droht unter Umständen eine 20er-Liga auf Bezirksebene", informierte Günter Hahn und ließ wissen, dass es Bestrebungen gebe, die Sommerpause zu verkürzen und die Winterpause zu verlängern. Die Saison endet am Samstag, 25. Mai. Tags darauf wird die Relegation zwischen den beiden Tabellenfünfzehnten - die Kreisliga-Zweiten treffen sich am 3. Juni - besprochen, die einen freien Platz ausspielen. Die oberfränkische Meisterschaft, das Endspiel zwischen den beiden Bezirksligatitelträgern, findet am 30. Mai beim Ost-Meister statt. Der Erdinger-Meister-Cup 2013 geht am 29. Juni beim FC Vorwärts Röslau über die Bühne. Das Saisoneröffnungsspiel für die Serie 13/14 soll am 26. Juli im Ost-Bereich stattfinden. Die Hallenbezirksmeisterschaft findet am 18. Januar 2014 in Memmelsdorf statt, die bayerische Hallenmeisterschaft am 25. Januar in Coburg.