Der 24. Lucas-Cranach-Lauf mit Start und Ziel unterhalb der Festungsmauer war wieder einmal in mehrfacher Hinsicht ein toller Wettbewerb und ein voller Erfolg. Das gilt für die sehr gute Stimmung bei Startern wie auch bei Zuschauern, für die Organisation durch den ASC Marktrodach sowie für die sportlichen Leistungen.
2015 knackte das oberfränkische Laufevent erstmals die 500-Starter-Marke. 2016 waren es schon 546 Teilnehmer, und heuer wurde der Zuspruch mit 569 Startern noch einmal - sicherlich begünstigt durch das optimale Laufwetter - getoppt. Beim Schülerlauf war sogar im Vorfeld das Teilnehmerlimit erreicht worden, so dass keine Anmeldungen mehr erfolgen konnten.

Der Hauptlauf über anspruchsvolle zehn Kilometer, gleich zwei Runden, stand ganz im Zeichen von Felix Mayerhöfer. Der Lehrer von der Kronacher Siegmund-Loewe Schule lief mit 34:10 Minuten einen klaren Sieg nach Hause.

Gesamtvierter und Erster der M45 war Holger Hennig vom TV 48 Coburg mit 39:11 Minuten. Dazu kommen noch zwei weitere Klassensiege von Peter Boysen in der M50 mit 40:05 Minuten und durch Alfons Meixner in der M60 mit 44:07 Minuten, beide TSV Staffelstein.

Bei den Frauen verzeichnete Ulrike Schwalbe vom Gastgeber einen überlegenen Gesamtsieg. Als Erste der W35 erzielte sie starke 40:58 Minuten und ließ dabei sogar einen Großteil der Männer hinter sich. Gesamtdritte und Siegerin der W20 wurde Vera Brunner vom TV 48 Coburg mit 44:57 Minuten.

Gute Zeiten und Klassensiege gab es noch durch Ulrike Knoth (W50) ASC Burgberg Lichtenfels mit 48:29 Minuten in der W50 und durch die W60- Siegerin Christel Lendner vom Coburger HUK Run and Bike-Team mit 54:36 Minuten, und in der W60 hieß die Siegerin Martina Krämer TSV Sonnefeld.


TSV Mönchröden ganz stark

Zum Auftakt schickte der Starter das Riesenfeld der Klassen M/WU16 und jünger auf ihre 2050 Meter lange "Reise". Hier überzeugte aus heimischer Sicht wieder einmal die Truppe des TSV Mönchröden mit fünf Klassensiegen. Die schnellste Schülerin war Cecil Kümpel als Siegerin der W12 mit 8:21 Minuten vor ihrer Vereinskameradin Regina Umlauft.

Auch bei der W11 überzeugten zwei Mönchröderinnen mit einem Doppelsieg: Dies waren Melina Schäfer vor Katrin Schäfer. In der W10 lag Angelina Steblau klar in Front und in der M12 hatte ihr Bruder Leonard mit seiner starken Siegerzeit von 7:30,80 Minuten auch einen Riesenvorsprung und war sogar schneller als die Läufer der Klassen M15/14/13. Und noch ein Doppelsieg der Rödentaler in der M13 durch Hendrik Herrmann und Robert Schäfer.

Das Rennen über 5000 Meter entschied Michael Kalb vom ASC Kronach klar für sich, vor dem Sieger der M40 Alexander Finsel vom TV48 Coburg, der aber immerhin 17 Jahre älter ist als der Sieger. Er hatte für die schwere Strecke immerhin 17:38 Minuten stehen. "Dies war für mich ein Vorbereitungslauf für die "Bayerische" auf der Bahn, wo ich auch 5000 Meter laufe", so der 48er.

Bei den Frauen hieß die überlegene Siegerin Eva Lang vom TSV Staffelstein mit 21:59 Minuten. Dazu kommen aus dem Bereich Coburg/Lichtenfels noch acht Klassensiege hinzu.
Im Nachwuchsbereich gibt es hier vier Siege zu vermelden. Die Gewinner hießen Johanna Pomme (WU18), ihr Bruder Niklas (MU20), beide TSV Mönchröden und die Brüder Matyas Kalocsai (MU16) und Kristof Kalocsai (MU18) TV 48 Coburg. Aber auch die Senioren holten sich über diese Distanz, neben Finsel, Klassensiege.
Dies waren W30 Marlen Graf TSV Mönchröden, W50 Eliane Hippner Stadt Sennerei Coburg, M30 Martin Bauer TSV Mönchröden, M50 Michael Sauer, M55 Wolfgang Thiem, beide TV48 Coburg.


Ausgelassene Stimmung

Maßgeblich zur guten Stimmung trugen die vielen Zuschauer im Start-/Zielbereich und auf der Strecke bei, die für eine tolle Kulisse sorgten. Die Stimmung war hervorragend und beflügelte die Teilnehmer zu noch mehr Ehrgeiz. Bejubelt wurden alle, ob ambitionierter Top-Athlet oder Gelegenheitsläufer. Sehr gut angenommen wurde wieder das zehn Kilometer lange Nordic Walking.


"Laufen gegen den Krebs"

Den Hobbylauf absolvierten auch zwei Feuerwehrmänner aus dem Raum Lichtenfels - und zwar in voller Montur, sprich mit rund 20 Kilo Ballast. Sie und weitere Kameraden aus dem Landkreis Lichtenfels haben sich dem Motto "Laufen gegen den Krebs" verschrieben. Hierfür möchten sie auch - ebenfalls in Schutzbekleidung und mit Atemschutzflasche - am 5,2 km langen Flechtkulturlauf am 17. Juni teilnehmen, um Geld für die Deutsche Krebshilfe zu sammeln. Einen Euro pro zurückgelegten Meter erhoffen sie sich, also 5200 Euro, wofür sie Sponsoren suchen (weitere Infos unter www.facebook.de/laufengegendenkrebs).

Das Nordic Walking gewann bei den Herren Frank Lunkenbein (SV Spechtsbrunn) in 1:12:36 Stunden. Mit einer tollen Leistung glänzte wieder Anton Wartha von der SGB Stadtsteinach. Der M80-Läufer (Jahrgang 1936!) kommt aus Rugendorf und ist deutscher Meister sowie Europameister seiner Altersklasse im klassischen Skilanglauf. Schnellste Walkerin war erneut Vorjahressiegerin Monika Kunze (ASC Bikerunners, 1:15,40), die ihre sehr gute Vorjahres-Zeit noch verbessern konnte, vor Rosemarie Langbein (Mönchröden/1:22:40) sowie Heike Witzgall (SGB Stadtsteinach, 1:23,11).

Alle Finisher des Haupt- und Hobbylaufs sowie des Kapuziner Alkoholfrei Walks erhielten ein T-Shirt, die Teilnehmer am Schülerlaufs zudem Medaillen und je eine Eintrittskarte fürs Crana Mare.


Dank an viele Helfer

Auch heuer war der Lauf in ein tolles Rahmenprogramm eingebettet. Moderator Torsten Hanft von Radio Eins übernahm das Warm-up und interviewte auf einer Talk-Bühne Athleten und "Prominente" - so Bürgermeister Wolfgang Beiergrößlein, der als Schirmherr auch den Startschuss der Läufe abgab. Ihm, dem Team der Jugendherberge sowie allen tüchtigen Helfern galt der Dank von ASC-Vorsitzendem Franz Mairoser. Respekt zollte er auch allen Eltern, Betreuern und Trainern.

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