Der TSV Meeder hat die erste - und möglicherweise letzte - Hürde der Bezirksliga-Qualifikation durch einen einen denkbaren knappen 7:6-Sieg nach Elfmeterschießen gegen den TSV Pfarrweisach erfolgreich genommen. Schon bevor Schiedsrichter Maximilian Dadder die ereignisreiche Partie in Gemünda angepfiffen hatte, bekamen die knapp 700 Zuschauer spektakuläre Bilder zu sehen. Neben dem Sportplatz ging eine Bratwurstbude in Flammen auf, es entstand ein Sachschaden von rund 15 000 Euro (siehe Lokalteil Seite 17).

Im Duell der Nachbarvereine SpVgg Lettenreuth und TSV Marktzeuln hat sich der Kreisligist mit 4:1 in Burgkunstadt durchgesetzt. Die Lettenreuther steigen damit in die Kreisliga ab.


Bezirksliga-Relegation

TSV Pfarrweisach -
TSV Meeder n. E. 6:7 (2:2, 1:1)

Keine 38 Sekunden waren gespielt, als Sebastian Pecht im Pfarrweisacher Lager mit dem Führungstreffer für beste Stimmung sorgte. Doch hielt diese gerade einmal drei Minuten an, da schlug der Bezirksligist durch Pascal Wächter mit dem Ausgleich zurück. Bis zur Mitte der ersten Hälfte neutralisierten sich beide Mannschafen weitgehend.

Nach rund einer halben Stunde kam wieder mehr Leben in die Begegnung. In der 33. Minute wurde ein Abseitstor von Sebastian Pecht nicht gegeben, während Bruder Florian in der 40. Minute mit einer dicken Chance aus kurzer Distanz am Meederer Keeper Leon Schultheiß scheiterte. Auf der Gegenseite scheiterte Tim Knoch am Pfosten.

Die zweite Halbzeit begann so wie die erste endete. Knoch traf in der 46. Minute erneut die Latte, während zwei Minuten später Florian Pecht den Pfarrweisacher Führungstreffer auf dem Fuß hatte, die Möglichkeit jedoch vergab. In der 61. Minute fiel dann doch das 2:1 für den Kreisligisten durch Florian Pecht, der mit einem gut getimten Pass von Spielertrainer Schneidawind in Szene gesetzt wurde. Doch auch die erneute Führung hatte nur wenige Minuten Bestand. In der 63. Minute war es Moritz Engelhardt, der den Ball zum 2:2 in die Maschen drückte.

In der Schlussphase wurde es turbulent, in beiden Strafräumen brannte es mehr als einmal lichterloh. Beide Teams suchten die Entscheidung in der regulären Spielzeit. So kratzte ein Pfarrweisacher Abwehrspieler zwei Minuten vor dem Abpfiff einen Ball für seinen bereits geschlagenen Keeper von der Linie. Kurz danach beendete der Unparteiische, der großzügige Linie fuhr und erst spät die erste Gelbe Karte zückte, die 90 Minuten. Aber auch in der Verlängerung fiel keine Entscheidung. Man merkte den Mannschaften nun doch einen gewissen Kräfteverschleiß an - Meeder hatte hier leichte Feldvorteile.

Die Spannung erreichte im Elfmeterschießen ihren Siedepunkt. Nach den ersten fünf Elfmetern hieß es 4:4, ehe beide Teams jeweils zwei Strafstöße verschossen und der achte Elfmeter die Entscheidung zugunsten von Meeder in Person von Christian Dreßel zum 7:6 brachte.

Während Meeder nun also gute Aussichten hat, auch nächste Saison in der Bezirksliga auflaufen zu dürfen, muss man auch dem TSV Pfarrweisach eine starke Leistung konstatieren. Letztlich fehlte nicht viel, um den größten Triumph der Vereinsgeschichte zu realisieren.
TSV Meeder: Schultheiß - Engelhardt, Thiel (53. Gemeinder), Schubert, Wunsch, Schiller, Wächter (81. Mujanovic), Knoch, Dreßel, Krumm, Bohl / TSV Pfarrweisach: Schönmann (119. Büchner) - J. Cholewa, Spindler, F. Pecht, S. Cholewa,S. Pecht, Käßer, Deringer, Preßler, D. Schneidawind (118. Stöhr), L. Schneidawind / SR: Dadder (Kirchenlaibach) / Zuschauer: 674/ Tore: 1:0 S. Pecht (1.), 1:1 Wächter (3.), 2:1 F. Pecht (60.), 2:2 Engelhardt (63.) - 2:3 F. Pecht, 2:4 S. Pecht, 3:4 Krumm, 3:5 Stöhr, 4:5 Wächter, 4:5 Schultheiß, 5:6 Deringer, 6:6 Engelhardt, 7:6 Dreßel.

SpVgg Lettenreuth -
TSV Marktzeuln 1:4 (0:1)

Die Lettenreuther vertändelten den Ball nach zwei Minuten leichtfertig, der Marktzeulner Adrian Kremer nutzte den Patzer, zog aus rund 25 Metern direkt ab und erzielte die überraschende 1:0-Führung für den TSV. Lettenreuth brauchte lange, um den Rückstand zu verdauen. Bis zur Halbzeit blieb es allerdings beim 1:0. Nach einer schönen Kombination über die rechte Seite erzielte Spielertrainer Florian Eberth den verdienten Ausgleichstreffer (63.). Nun schien sich das Spiel zugunsten der SpVgg zu drehen - bis zu dem Zeitpunkt als der an diesem Spieltag überragende Marktzeulner Kremer, nach einem unnötigen Ballverlust der SpVgg in der Vorwärtsbewegung, gekonnt das 2:1 mit einem Flachschuss ins lange Eck erzielte. Nun war es mit der Moral der Lettenreuther vorbei. TSV-Spieler Jelsan Yesurajah hatte keine Mühe, die unsortierte SpVgg-Abwehr zum dritten Mal zu überwinden. Yesurajah erzielte in der Nachspielzeit sogar noch das 4:1.