Coburg
Tennis

Krawietz und Tecau verpassen die Krönung

Beim ATP-Turnier in Rotterdam hat Kevin Krawietz mit seinem Doppel-Partner Horia Tecau den Turniersieg knapp verpasst.
Voller Fokus: Kevin Krawietz (rechts) und Horia Tecau können mit ihrer ersten Turnierwoche zufrieden sein.
Voller Fokus: Kevin Krawietz (rechts) und Horia Tecau können mit ihrer ersten Turnierwoche zufrieden sein. Foto: imago

Bis ins Endspiel führte der Weg von Kevin Krawietz beim ATP-Turnier in Rotterdam. Bei seinem ersten Turnier an der Seite des Rumänen Horia Tecau verpasste der Witzmannsberger aber den großen Wurf: Mit 6:7 (7) und 2:6 verloren "Kracau" das Finale gegen das kroatische Doppel Nikola Mektic und Mate Pavic, das von seinen 17 Partien nun 16 gewonnen hat.

Trotz der Niederlage im Finale kann Krawietz hochzufrieden in die neue Turnierwoche gehen, die den 29-Jährigen nach Doha führt. Beim 250er-Event in Katar startet Krawietz am Dienstag an der Seite des aufschlagstarken US-Amerikaners Reilly Opelka.In Doha trifft er zunächst auf Marcelo Melo (Brasilien) und Jean-Julien Roger (Niederlande), die Krawietz bereits zum Auftakt des 500er-Events in Rotterdam mit Tecau besiegte.

"Kracau" zeigen starke Ansätze

Es war der geglückte Auftakt einer Turnierwoche, die zeigte, dass sich der Deutsche an der Seite des 36-jährigen Rumänen wohl zu fühlen scheint. Dem dramatischen Erfolg im Match-Tie-Break über Melo/Rojer ließen "Kracau" einen Zwei-Satz-Sieg gegen die russischen Einzelkönner Kharen Khachanov und Andrey Rublev folgen.

Eng wurde es im Halbfinale am Samstag: Die Entscheidung der hochklassigen Partie gegen den Finnen Henri Kontinen und den Franzosen Edouard Roger-Vasselin fiel im Champions-Tie-Break. Den dritten Matchball nutzten "Kracau" und zogen durch das 7:6 (5), 6:7 (3) und 10:6 ins Finale ein.

Dort wartete das formstärkste Doppel der Tour: Seit Jahresbeginn spielen Mektic und Pavic zusammen, gewannen die Vorbereitungsturniere in Antalya und Melbourne. Bei den Australian Open scheiterten die Kroaten erst im Halbfinale an den späteren Titelgewinnern Ivan Dodig und Filip Polasek.

Erster Satz der Knackpunkt

Für Krawietz und Tecau erwies sich im Finale von Rotterdam der erste Satz als Knackpunkt: Trotz zwischenzeitlicher 4:2-Führung und einem erspielten Satzball schnappten sich Mektic/Pavic im Tie-Break mit 9:7 die Satzführung. Die Entscheidung der über weite Strecken ausgeglichenen Partie fiel im sechsten Spiel des zweiten Satzes: Nach einem Fußfehler landete Tecaus zweiter Aufschlag im Netz, dem Break zum 4:2 ließ Mektic ein souveränes Aufschlagspiel folgen. Per Return-Winner gegen Krawietz nutzte Mektic den ersten Matchball zum 6:2 und brachte den Kroaten ihren dritten Titel der Saison.