Kevin Krawietz aus Witzmannsberg hat im Oktober fleißig Punkte für die ATP-Einzelweltrangliste gesammelt. Beim Challengerturnier in St. Ulrich in Gröden (Südtirol) erreichte Krawietz das Achtelfinale, beim Challengerturnier "Wolffkran Open" in Ismaning sogar das Viertelfinale. So verbesserte sich Krawietz in der Einzel-Weltrangliste auf Position 244 - noch nie war der Witzmannsberger besser platziert. Und obwohl die Doppelkonkurrenzen für Krawietz bei diesen Turnieren nicht im Vordergrund standen, holte er auch hier einige Punkte für die Weltrangliste (Platz 74).

Mit diesen Platzierungen hat Krawietz sein Ziel bei den Australian Open (14. bis 27. Januar 2019) sowohl im Einzel als auch im Doppel zu starten, so gut wie realisiert.

In St. Ulrich in Gröden startete Krawietz in der Qualifikation für die Einzelkonkurrenz mit zwei klaren Zwei-Satz-Siegen. Im Endspiel der Qualifikation traf er auf seinen Ex-Doppelpartner Albano Olivetti (Frankreich). Trotz starker 21 Asse des Franzosen siegte Krawietz jeweils im Tiebreak mit 7:6 (7:6), 7:6 (7:4). Im Hauptfeld stand ihm Antoine Hoang (Frankreich) gegenüber. Gegen den auf Position 153 der Weltrangliste stehenden Franzosen entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe. Krawietz punktete bei seinen Aufschlagspielen mit ständigen Netzattacken zuverlässig. Mit 7:6 (7:4) gewann er den ersten Satz. Ein Break reichte dem Franzosen zum 6:4 im zweiten Satz. Im dritten Durchgang entschied wieder der Tiebreak. Krawietz lag bereits 2:5 hinten, kämpfte sich aber auf 4:5 heran - Hoang hatte nun allerdings Aufschlag. Ein Passierball von Krawietz und ein Fehler von Hoang brachten den Witzmannsberger mit 6:5 in Front. Mit einem Ass entschied Krawietz das Match für sich. Im Achtelfinale hatte Krawietz gegen Mats Moraing (Deutschland) allerdings mit 3:6, 5:7 das Nachsehen.

In der Doppelkonkurrenz startete Krawietz mit seinem Partner Andreas Mies mit zwei Drei-Satz-Siegen. Im Halbfinale verlor das deutsche Duo dann gegen gegen Purav Raja (Indien) und Antonio Sancic (Kroatien) mit 5:7, 6:7.

Knappes Aus gegen Turniersieger

Um weiterhin im Einzel punkten zu können, verzichtete Krawietz auf einen Start beim ATP-Weltranglistenturnier in Moskau in der Doppelkonkurrenz. Die in St. Ulrich in Gröden erkämpften Punkte reichten aus, um beim nächsten Challengerturnier in Ismaning gleich im Hauptfeld starten zu können.

Dort traf er in der ersten Runde auf Laurynas Grigelis (Litauen). Krawietz hatte den Litauer Anfang Oktober in Florenz auf Sand in drei Sätzen besiegt. Jetzt trafen sich die beiden auf Teppichboden erneut. Krawietz blieb seinem Spiel "Serve-and-Volley" treu und besiegte den 40 Plätze vor ihm stehenden Litauer in zwei Sätzen mit 6:4, 7:6 (7:4). In der nächsten Runde war Gregoire Barrere aus Frankreich sein Kontrahent. Krawietz musste den ersten Satz mit einem Break mit 5:7 abgeben, den zweiten gewann er 7:5. Im dritten Satz schwächelte keiner von beiden, mal wieder musste der Tiebreak entscheiden. Hier hatte Krawietz gegen den an Position 142 stehenden Franzosen das stabilere Spiel und siegte mit 7:4. Im Viertelfinale traf er auf den Italiener Filippo Baldi (Weltrangliste: Platz 176). Der Witzmannsberger verlor die Partie mit 6:4, 2:6, 4:6. Baldi gewann letztlich sogar das Turnier.

Im Doppel trat Krawietz mit seinem erfahrenen Landsmann Dustin Brown an. Das Achtelfinale gewannen die beiden Deutschen mit vielen spektakulären Ballwechseln souverän mit 6:0, 6:3 gegen Lucas Miedler (Österreich) und Tomasz Bednarek (Polen). Da sich Brown danach in seinem Einzelspiel verletzte und aufgeben musste, bedeutete das auch das Turnier-Aus für das Doppel mit Krawietz.

Nächste Woche schlägt Krawietz im stark besetzten Challengerturnier im mittelfränkischen Eckental auf.