Das Führungsquartett, bestehend aus Einberg, Ebersdorf, Pfarrweisach und Ketschendorf, genießt am 8. Spieltag Heimrecht und möchte seiner Favoritenrolle gerecht werden. Während in den Sonntagsspielen vor allem die Kellerduelle (Ahorn gegen Neustadt und Coburg gegen Staffelstein) im Mittelpunkt stehen, bietet das einzige Samstagsspiel besonders viel Brisanz. Im Derby empfängt der TSV Pfarrweisach den TV Ebern. Die Gäste sind nach der Auftaktpleite in Bad Rodach zwar mittlerweile seit sechs Spielen ungeschlagen, kamen aber in den letzten vier Partien jeweils nicht über ein Unentschieden hinaus. Das Tageblatt fragte Eberns Spielertrainer Johannes Fischer, was er seinem Team in den nächsten Wochen zutraut.

Herr Fischer, zuletzt konnte der TVE sechsmal in Folge punkten. Wie bewerten Sie den Saisonstart?
Johannes Fischer: Wir haben zuletzt acht Punkte leichtfertig liegen gelassen, daher bin ich mit dem Start nur bedingt zufrieden. Bei den letzten vier Unentschieden war der Spielverlauf oft ähnlich. Erst geraten wir in Rückstand, dann drehen wir die Partie, und am Ende bekommen wir noch einen Elfmeter oder ein vermeidbares Tor gegen uns. Mir ist durchaus bewusst, dass nach unserem Umbruch im Sommer mit dem Einbau vieler junger Spieler Rückschläge und Fehler kommen, dennoch habe ich mir in manchen Situationen schon mehr erhofft.

Die kommenden Wochen werden zeigen, wohin der Weg Ihrer Mannschaft geht - denn es warten die vier Titelaspiranten. Was erwarten Sie in diesen Spielen?
Es hat sich schon gezeigt, dass diese vier das Rennen unter sich ausmachen, aber ich glaube, alle Teams in der Kreisliga haben genug Stärken und Schwächen. Wir müssen vor keinem Team Angst haben. Wenn wir mal 90 Minuten konstant durchspielen, dann können wir sicher auch in den nächsten Spielen punkten.

Mit erst 31 Jahren gehen Sie bereits in die vierte Saison als Spielertrainer. Sie haben schon einige Positionen getestet. Wo sehen Sie sich aktuell auf dem Feld?
Nach einigen Jahren auf der Außenbahn spiele ich nun wieder im Sturm. Ich denke, da kann ich dem Team am meisten helfen.

Sie haben die vielen jungen Spieler im Team erwähnt. Was sind die Ziele mit dieser Mannschaft?
Wie am Saisonbeginn bereits erwähnt, sehe ich uns sicher nicht in der Favoritenrolle. Wir wollen die Jungs heranführen und ihnen viel Spielzeit geben. Unser Ziel war es von Anfang an, konstant zu punkten und am besten zu keinem Zeitpunkt etwas mit dem Abstieg zu tun zu haben. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob uns das wirklich gelingt.


Sie haben viele Jahre in der Bezirksliga gespielt und nun den Start in der Kreisliga hinter sich: Können Sie schon beurteilen, ob es spielerisch oder auch zuschauertechnisch Unterschiede gibt?
Also das Derby gegen Heilgersdorf war bestens besucht und ich denke, dass die näheren Fahrten für die Zuschauer interessanter sind. Spielerisch kann ich mir noch kein Urteil erlauben, da wir auch erst gegen ein Drittel der Teams gespielt haben, aber ich glaube, die Kreisliga ist auf einem guten und interessanten Niveau.



Das Programm

Sa., 9. September, 15 Uhr:
TSV Pfarrweisach - TV Ebern
So., 10. September, 14 Uhr:
Sylvia Ebersdorf - Lichtenfels
15 Uhr:
Ketschendorf - Niederfüllbach
Großgarnstadt - Krecktal
Spvg Ahorn - Neustadt-Wild.
VfB Einberg - TSV Bad Rodach
16 Uhr:
Heilgersdorf - Coburg Locals
FC Coburg II - TSV Staffelstein