Noch ist der Klassenerhalt für den HSC 2000 Coburg II zwar nicht gesichert, aber zumindest die Weichen hat die Mannschaft von Trainer Ralf Baucke mit dem 28:22-Erfolg im Spiel beim MSG Groß Bieberau/Modau am vorletzten Spieltag der 3. Handball-Liga Ost gestellt. Die HSC-Reserve ließ die SG LVB Leipzig hinter sich, die mit 37:22 bei HC Elbflorenz unterging, während sich der Spitzenreiter damit die angestrebte Meisterschaft vor der Eintracht Hildesheim sicherte, die sich nach dem 32:20 gegen den TV Gelnhausen mit dem zweiten Rang zufriedengeben muss.


MSG Groß Bieberau/Modau - HSC 2000 Coburg II 22:28 (12:15)

Die HSC-Reservisten nahmen den Schwung aus der Partie gegen Burgdorf ins Spiel beim Tabellenfünften und überzeugten auch in der Halle in Groß Bieberau, obwohl Lukas Wucherpfennig ersetzt werden musste. HSC-Coach Ralf Baucke brachte dafür seinen Trainerkollegen Ronny Göhl, der mit seiner Erfahrung auch einiges zum Erfolg beigetragen hat. Neben vielen gelungenen Aktionen im Angriff zeigte die Mannschaft vor allem im Abwehrverhalten inklusive Tim Titze eine starke Leistung. Auch die Paraden des HSC-Torhüters führten dazu, dass die Coburger nach dem schnellen 0:1 im ganzen Spiel nicht mehr in Rückstand gerieten und nach dem 3:3 mit einem 4:1-Lauf durch Andersson, Kellner und Franke in drei Minuten auf 7:4 (12.) davonzogen. Nach dem zwischenzeitlichen Anschlusstreffer der Gastgeber erhöhten Franke und Göhl nicht nur auf 9:5, sondern der HSC überstand noch dazu eine Zwei-Minuten-Strafe ohne Gegentreffer. Die Bieberauer versuchten alles, blieben aber über 7:10 und 10:13 weiter deutlich hinten. Der 15:12-Pausenvorsprung wurde von Kellner zunächst weiter ausgebaut. Einige Unachtsamkeiten danach hatten zur Folge, dass Groß Bieberau drei Treffer in Folge erzielte und auf ein Tor Rückstand verkürzte.

Die Coburger waren allerdings hellwach und erhöhten nun mit Treffern von Franke, Andersson (Siebenmeter) und Drude wieder auf 19:15. Wolf konterte ein Gegentor mit einem eigenen Treffer und auch die Zeitstrafe gegen Drude wurde ohne Folgen überstanden. Der Angriff des HSC kam nun immer besser auf Touren. Auch eine Auszeit half den Gastgebern nicht mehr, denn mit viel Elan und herrlichen Angriffsaktionen war die Partie nach je zwei Toren von Wolf und Göhl nach 45 Minuten mit dem 23:17 für den HSC praktisch entschieden, dem Schramm sogar noch das 24:17 (46.) folgen ließ. Dem Dreierpack der nicht aufgebenden Gastgeber folgten drei Tore Drude, Göhl und Franke (55.), so dass die vom Schiedsrichtergespann etwas großzügig geleitete Begegnung ("Für unser Spiel zum Vorteil"/O-Ton Baucke) mit dem 28:22 durch Schramm ein Ende fand. ebi