Schon zur Halbzeit lag der HSC 2000 Coburg II bei den HF Springe mit 13:19 im Rückstand. Zum Leidwesen von "Bankchef" Ronny Göhl haben sich die Coburger in dieser Partie auch viel zu schnell ergeben. Unterm Strich bleibt, dass trotz der klaren Niederlage der 10. Tabellenrang gehalten wurde, die Abstände der Teams in der Abstiegszone aber weiterhin ganz knapp bleiben.
Von der Klatsche bei Elbflorenz war im Spiel gegen den HSC 2000 Coburg II bei Springe nichts zu spüren. HF-Trainer Oleg Kuleschow hatte seine Truppe bestens auf die Gäste eingestellt. Über 5:2 ging Springe bis zur 11. Minute mit 7:3 in Front. Da steckte Coburger noch nicht auf, sondern blies zur Gegenattacke, die im 8:9 durch Kellner innerhalb von fünf Minuten gipfelte.
Nach dem 9:10 schlichen sich jedoch wieder zu viele Fehler ein. Im Angriff funktionierte nur wenig. Aber noch hielt die Deckung, ehe nach dem 12:14 (24.) von Drude durch schlechtes Rückzugsverhalten Lücken frei wurden, die vom Gastgeber nach einem Time-out zu leichten Treffern genutzt wurden.
Sieben Tore Rückstand (13:20) gleich nach der Pause waren eine schwere Hypothek. Die Hauptlast lag bis zum 20:26 (45.) weiterhin auf der Abwehr, für die es danach aber immer schwerer wurde, mit den weiterhin mit viel Elan angreifenden Handballfreunden zurecht zu kommen. Das schnelle Zurücklaufen wurde vom HSC immer mehr vernachlässigt, die Abwehr dadurch überlastet, und damit standen am Ende elf Treffer Vorsprung für Springe.
Chefcoach-Vertreter Ronny Göhl war mächtig angefressen und von der Einstellung der Mannschaft am Ende des Spiels sehr enttäuscht.


Stimmen zum Spiel

Max Drude (fünf Treffer): Wir haben die ersten 25 Minuten vernünftig agiert. Ein paar verworfene Bälle führten zu Gegenstößen, und wir gingen mit einem zu hohen Rückstand in die Pause. In Halbzeit zwei haben wir uns gut rangekämpft, machen dann in der entscheidenden Phase nach der 45. Minute ein paar doofe Dinger am Stück, und so konnte Springe den Vorsprung noch vergrößern. Wir waren dann zehn Minuten nicht mehr in der Lage, das Ergebnis freundlicher zu gestalten, haben uns quasi dem Schicksal ergeben. Im nächsten Heimspiel müssen wir wieder an unsere Stärken anknüpfen.
Johan Andersson (sicherer Siebenmeter-Schütze): Wir haben leider nicht an die gute Leistung der letzten Woche anknüpfen können. Wir haben im Angriff zu viele Halbchancen genommen und dadurch dem Gegner leichte Tore geschenkt. Heute fehlte uns der Biss sowohl im Angriff als auch in der Abwehr.
Ronny Göhl (Chefcoach-Vertreter für Ralf Baucke): Mit dem 12:14 nach 24 Minuten sind wir mit einer starken Abwehr voll obenauf, und dann machen die nach einem Time-out plötzlich vier Tore in Folge. Wir verlieren etwas den Faden, weil wir vorne schlechte Wurfpositionen einnehmen, das Tor nicht machen und Konter einfangen. Ein schlechtes Rückzugsverhalten der Mannschaft, teils unüberlegte oder verworfene Chancen - das alles führte zu leichten Gegentoren, obwohl die Abwehr rund 40 Minuten lang und trotz einiger Fehler noch recht sicher stand. Sehr ärgerlich ist, dass wir uns in den letzten zehn Minuten aufgegeben haben.


Die Statistik

HSC 2000 Coburg II: Tim Titze, Patryk Foluszny, Jonas Faber (Tor), Dominik Baucke, Johan Anderson (5/4), Hajck Karapetjan (3/1), Lukas Wucherpfennig (3), Florian Klihm (1), Benedikt Kellner (4), Lars Fichtner, Maximilian Drude (5), Jonathan Rivera (1), Kenny Schramm (3), Andreas Wolf (1)
Interimstrainer: Ronny Göhl
Zeitstrafen: 6/3
Siebenmeter: 1/1 - 5/5
Zuschauer: 381
SR: Jürgen Arniol / Holger Gillmann