Nur etwa zwei Drittel der Spielzeit konnte der HSC 2000 Coburg II bei der 26:33-Niederlage gegen den fränkischen Rivalen aus Großwallstadt Widerstand leisten. Die Mannen von Trainer Martin Röhrig verloren nach 40 Minuten die Übersicht und hatten nach fast zehn Minuten ohne Tor letztlich keine Chance mehr, gegen die Routine der Gäste anzukommen. Mit nun 8:8 Punkten rutscht die HSC-Reserve vorerst auf Platz 10 der 3. Handball-Liga Ost zurück. An der Spitze verschaffte sich die SG Leutershausen mit dem unerwartet klaren 25:19 gegen HSC Bad Neustadt etwas Luft. Bei Neustadt war vom Glanz gegen Coburg überhaupt nichts zu sehen. HC Erlangen II hatte mit dem 29:24 bei GSV Eintracht Baunatal keine Probleme.

HSC 2000 Coburg II -
Großwallstadt 26:33 (17:17)

Nach einem einigermaßen respektablen Auftritt in der ersten Halbzeit mussten sich die Gastgeber am Ende noch klar geschlagen geben. Mit dem souveränen und torgefährlichen Rückraum der Gäste (Spatz, Stark, Spieß erzielten zusammen 15 Treffer) hatte die HSC-Abwehr bereits im ersten Durchgang Probleme. Nach 40 Minuten schlug das Pendel schließlich in Richtung Großwallstadt, da vor allem Tim Eisenträger (acht Tore) noch mehr Druck machte. In der Schlussviertelstunde wurde der Coburger Torgarant aus Halbzeit eins, Andreas Wolf, kaltgestellt und Benedikt Kellner allein konnte letztlich auch nichts mehr retten. Der Angriff versäumte es insgesamt, die TVG-Deckung besser zu beschäftigen, und im Spiel Eins-gegen-eins blieb man gegen die offensive Abwehr zu oft hängen. Aber auch die Chancenverwertung war teils mangelhaft.

Sichtbar war jedoch stets der unbedingte Wille der HSC-Akteure. Aber nach dem 22:22 (41.) hat einfach einiges nicht mehr geklappt, man überließ den Gästen die Initiative und am Ende fehlte es auch ein wenig am nötigen Glück. Coburg blieb fast zehn Minute ohne eigenen Treffer, machte Fehler, die mit einfachen Gegenstößen sofort bestraft wurden. Nach 48 Minuten war das Spiel beim Stand von 23:30 mehr oder weniger entschieden. Als Fazit bleibt, dass es am Mannschaftsspiel noch einiges zu tüfteln gibt, denn zwei Alleinunterhalter, Benedikt Kellner (zehn Tore) und Andreas Wolf (acht Tore in Halbzeit eins), werden auch in den nächsten Wochen für Punktgewinne nicht ausreichen.


Stimme zum Spiel

Martin Röhrig (Trainer HSC II): "In der ersten Halbzeit haben wir vorne vernünftig gespielt, hatten hinten auf der Halbposition viel zu viel Probleme. Nach der Pause hatten wir es etwas besser im Griff, haben es aber gegen eine Manndeckung schlecht gemacht, zum Teil undiszipliniert, zum Teil schlecht abgeschlossen. Ich bin ein bisschen sauer, es war nicht wirklich toll. Dass wir das Spiel verlieren, ist in Ordnung, aber nicht auf diese Art und Weise."

Benedikt Kellner (10 Treffer): "In der 1. Halbzeit haben wir es noch
geschafft, dranzubleiben. Haben angesprochen noch mehr zu versuchen, mit Eins-
-gegen-eins Durchbrüchen auf der Halbposition zu gewinnen. Die Abwehr stand noch
gut. In der 2. Halbzeit ist es aber brüchig geworden. Wir haben ganz viele
Gegentore bekommen, im Endeffekt verwerfen wir zu viel und machen auch viele
technische Fehler, bekommen leichte Gegenstöße und verlieren dann in dieser
Höhe."


HSC 2000 Coburg II: Tim Titze, Fabian Apfel; Marvin Munoz (1), Nikola Franke (1), Lukas Dude (1/1), Jannik Merkwirth (2), Benedikt Kellner (10/3), Patrick Pernet, Maximilian Drude (1), Jonathan Rivera, Christopher Härtl. Jakob Knauer (1), Dominik Bühler, Andreas Wolf (8), Nils Wendel / SR: Hellbusch (Trebur)/Jansen (Geinsheim) / Zuschauer: 96 / Siebenmeter: 4/7 - 5 / Zeitstrafen: 4 - 4. ebi