Kaum zu glauben, aber wahr: Der Michelauer und für die TS Lichtenfels startende Kurt Herbicht gewann bei der deutschen Hallen-Leichtathletikmeisterschaft der Senioren in Erfurt seinen 46. und 47. nationalen Titel.
Aber nicht nur der langjährige Läufer der SG Rödental, Kurt Herbicht, war in Erfurt erfolgreich, denn mit Anke Härtl, Manfred Fischer, Daniela Christ, Harald Popig (alle TV 48 Coburg), Bernd Rühr vom TV Strößendorf und Nikolai Knaus von der TS Lichtenfels waren noch sechs leistungsstarke heimische Senioren-Athleten am Start.
Kurt Herbicht, der sich in den letzten Jahren als ehemaliger Langläufer der absoluten Spitzenklasse - er lief unter anderem die 5000 Meter in 14:24 Minuten - auf die kürzeren Distanzen spezialisierte, gewann in Erfurt in der M60 über 400 und 800 Meter souverän die Titel.

Am ersten Tag der zweitägigen Titelkämpfe stand der 800 Meter-Lauf auf dem Programm. Hier lieferte sich Herbicht mit dem Berliner Goldammer einen harten Zweikampf um den Titel, den der Korbstädter nach einem starken Schlussspurt mit ausgezeichneten 2:19,84 gegenüber 2:20,08 Minuten für sich entschied. Über die 400 Meter war er mit 60,38 Sekunden ebenfalls nicht zu schlagen. Diese beiden Leistungen gewinnen noch mehr an Bedeutung, denn Herbicht hat sich erst einen Tag zuvor entschieden, doch zu starten, da er unter einer Fußverletzung litt.


Silbermedaille für Anke Härtl



Anke Härtl freute sich über eine weitere Medaille bei einer "Deutschen". Beim 3000-Meter-Lauf der W45 erlief sie sich mit feinen 11:16,56 Minuten Rang zwei und konnte so die Silbermedaille in Empfang nehmen. Der Strößendorfer Bernd Rühr (M45) überzeugte im starken Feld (37 Mann) der Sprinter über 60 Meter. Als Zweiter im zweiten Vorlauf qualifizierte er sich mühelos mit starken 7,80 Sekunden für den Endlauf. Hier wurde er mit 7,82 Sekunden Siebter.

Daniela Christ unterstrich in der W55 mit zwei Spitzenplätzen ihre Leistungsstärke. Über 400 Meter wurde sie mit 79,77 Sekunden Vierte und über 800 Meter mit 3:01,54 Minuten Fünfte. Manfred Fischer konnte sich über 800 Meter der M75 als Fünfter und 3:17,33 Minuten gut in Szene setzen. Nach langer Durststrecke qualifizierte sich Harald Popig für diese nationalen Titelkämpfe. Sein Resultat: Achter über 3000 Meter der M70 in 13:34 Minuten.

Nikolai Knaus (M50) war der einzige heimische Athlet, der in zwei technischen Disziplinen am Start war. Beim Stabhochsprung wurde er mit 2,80 Meter Siebter und beim Weitsprung Neunter mit 5,24 Meter. Stephan Bayer, der ehemalige Rödentaler und Partner von Anke Härtl, überzeugte über 3000 Meter der M50 als Zweiter mit 9:52 Minuten. Die heimische Erfolgsbilanz wäre sicherlich um einiges höher ausgefallen, aber Karl Dorschner, der Titelverteidiger über 200 und 400 Meter der M60, fiel wegen Krankheit aus und Hermann Beckering konnte aus privaten Gründen in Erfurt nicht starten.