Tennisprofi Kevin Krawietz steht zusammen mit dem Rumänen Horia Tecau im Achtelfinale bei den French Open. Das an Position 9 gesetzte Doppel setzte sich gegen den Japaner Yoshihito Nishioka (Doppelweltranglisten-408.) und den Taiwanese Yen-Hsun Lu (ohne Ranking) ohne größere Probleme durch. Nach einer Stunde und sieben Minuten stand der 6:3, 6:2-Erfolg fest.

1. Satz

33 Minuten benötigten Krawietz/Tecau, um den ersten Satz für sich zu entscheiden. Während die Quote beim ersten Aufschlag (90 Prozent gewonnene Punkte) stimmte, war beim zweiten Service (14 Prozent) noch deutlich Luft nach oben. Insbesondere wenn Krawietz aufschlug, hatte das deutsch-rumänische Duo Probleme. Mit einem Doppelfehler verhalf der Witzmannsberger Nishioka/Lu zu einem frühen Break. Doch die Antwort kam postwendend. Ein vermeidbarer Fehler des Japaners Nishioka bescherte Krawietz/Tecau das Re-Break zum 2:2.

Den entscheidenden Schritt in Richtung Satzgewinn machten Krawietz/Tecau mit dem Break zum 4:2, das der Witzmannsberger mit vier Punkten im Alleingang entschied. Kurz Zittern musste der 29-Jährige noch einmal bei eigenem Aufschlag, als es einen weiteren Breakball für Nishioka/Lu gab. Doch Krawietz/Tecau wehrten die Möglichkeit ab und hatten Glück, dass Lu im darauffolgenden Ballwechsel mit dem Fuß das Netz berührte. So schnappten sich Krawietz/Tecau das Spiel und kurz darauf den Satz.

2. Satz

Zu Beginn des zweiten Durchgangs ließen Krawietz/Tecau eine Breakchance zu. Mit Mühe gelang es, das eigene Service zu halten. Ärgerlich aus deutsch-rumänischer Sicht war die Tatsache, dass im darauffolgenden Spiel zwei Breakbälle ungenutzt blieben. Stattdessen sorgte der Regen bei 40:40 für eine etwa 45-minütige Pause, die das Break jedoch nur hinauszögerte. Nishioka leistete sich mit einigen Unkonzentriertheiten vermeidbare Fehler. Ein völlig missratener Vorhandschlag besiegelte schließlich das Break für Krawietz/Tecau zum 2:1.

Das deutsch-rumänische Duo blieb am Drücker. Krawietz brachte sein Service locker durch und spielte danach einige gute Returns. Erneut gelang das Break und damit die Vorentscheidung. Tecau erhöhte schnell auf 5:1, ehe der Witzmannsberger bei 5:2 zum Match servierte. Das Spiel wurde noch einmal zu einer kleinen Hängepartie. Es ging viermal über Einstand, dabei hatten Nishioka/Lu zwei Breakbälle. Eine Verlängerung der Partie war aber nicht im Sinne von Krawietz. Mit einem Servicewinner wehrte er die zweite Breakchance ab, ehe er mit zwei weiteren Servicewinnern den dritten Matchball und schließlich den entscheidenden Punkt zum Sieg herausspielte.

Schweres Match im Achtelfinale

Auf Krawietz/Tecau wartet im Achtelfinale eine harte Nuss: Die beiden treffen auf das an Position 7 gesetzte Duo Jamie Murray (Großbritannien)/ Bruno Soares (Brasilien), die ihre Zweitrundenmatch glatt in zwei Sätzen für sich entschieden.