Im hart umkämpften Duell zweier um den Anschluss ans untere Mittelfeld der Landesliga-Tabelle bemühten Aufsteiger zwischen dem FC Coburg und dem SC Großschwarzenlohe versäumten es die Hausherren mit dem 1:1-Remis, den erhofften Befreiungsschlag zu landen. FC Coburg - Großschwarzenlohe 1:1 (0:0)

Bis zur 1:0-Führung in der 62. Minute durch einen Torpedo-Kopfball des wenige Momente vorher eingewechselten Knipsers Daniel Sam genau in den Winkel lief alles wunschgemäß für die Vestekicker. Bis dahin drohte kaum Gefahr von den biederen, aber disziplinierten Mittelfranken. "Wir besaßen eine gute Körpersprache und waren bissig. Allerdings hat uns der letzte Touch bei unseren Anspielen in die Tiefe gefehlt", umreißt FCC-Coach Lars Scheler das Manko seiner Mannschaft.

Der Großschwarzenloher Spielertrainer Florian Bauer bescheinigte den Hausherren im ersten Abschnitt Vorteile. "Coburg ist hoch und mutig angelaufen. Wir waren nicht effektiv genug im Vorwärtsgang. Im weiteren Verlauf haben wir aber das Spiel angenommen, was zu einer intensiven Auseinandersetzung geführt hat, die auf des Messers Schneide stand." Sein Team belohnte sich in der 74. Minute mit dem 1:1-Ausgleich, der umstritten war. Das Geschehen der zweiten 45 Minuten kann man unter die Kategorie Kampf und Krampf einordnen, bei dem Schiedsrichter Alexander Arnold aus Langenleiten (Unterfranken) öfters in den Mittelpunkt rückte. Durch eine Reihe von vermeintlichen Fehlentscheidungen und häufigen Diskussionen bei Spielunterbrechungen war er mitverantwortlich, dass beide Teams ihren Rhythmus verloren.

Zu wenig mit Fußball beschäftigt

Als SC-Angreifer Oliver Lahr nach einem harmlosen Körperkontakt mit Jannik Schmidt theatralisch zu Boden sank, entschied der Unparteiische auf Freistoß (73.). Diesen hämmerte Philip Spindler aus 17 Metern in den Winkel, wobei die Mauer der Gastgeber nicht optimal postiert zu sein schien. Spindler gehörte vor einigen Jahren dem Nachwuchsleistungszentrum (NLZ) des FC Coburg an.

Was folgte, stieß Coburgs Trainer Lars Scheler sauer auf: "Wir haben uns in der Schlussphase zu wenig mit Fußball beschäftigt, uns an Kleinigkeiten aufgehängt und ließen uns zu weit hinten reindrängen", kritisierte er. Dass es am Ende nur zu einem unbefriedigenden Remis reichte, müssen seine Schützlinge auf die eigene Kappe nehmen. Gemessen an den Torchancen wäre ein Coburger Sieg verdient gewesen.

In Durchgang 1 vereitelte SC-Keeper Dominik Brunnhöfer die Führung der Gastgeber bei einem platzierten Freistoß von Lukas Mosert mit einem starken Reflex. Dazu vergab der im zentralen Mittelfeld immer besser in Erscheinung tretende René Knie eine Chance frei stehend am Fünfmeterraum. Bei einer weiteren Riesenchance von ihm nach einem präzisen Pass von Kapitän Eric Heinze (55.) machte Knie einen Schnörkel zu viel und vertändelte den Ball.

Die Offensivbemühungen der Mittelfranken gestalteten sich trotz mehrerer Stockfehler und Risikopässe der Gastgeber wenig erfolgversprechend und wurden rechtzeitig abgeblockt.

Im Abschluss verfehlten auf der Gegenseite Sertan Sener und Tevin McCullough bei Abschlüssen von der Strafraumgrenze das gegnerische Gehäuse knapp. So blieb es bei den beiden Jokertoren nach Standards.

FC Coburg - SC Großschwarzenlohe 1:1 (0:0)

FC Coburg: Churilov - G. Sener, Schmidt, Alles (59. McCullough), Teuchert, Kimmel, E. Heinze, Knie, S. Sener, A. Guhling (59. Sam), Mosert (85. Scheler)

SC Großschwarzenlohe: Brunnhöfer - Kunz, Bauer, Brunkhorst, Scheuenstuhl, Schneider (63. Opcin), Hettwer, Nerreter, Olaca (75. Taft), Koricic (56. Spindler), Lahr

Tore: 1:0 Sam (62.), 1:1 Spindler (74.) Schiedsrichter: Alexander Arnold (Langenleiten)

Zuschauer: 120

Gelbe Karten: Schmidt, S. Sener /Nerreter, Scheuenstuhl, Hettwer, Opcin