Durch ganz Lautertal hat mit ihn poltern hören: den Stein, der Ullrich Flurschütz, Vorsitzender des Wintersport und Freizeitclubs Coburg-Neukirchen (WFC) vom Herzen fiel, als sich im Laufe der vergangenen Woche ein Wetterumschwung bemerkbar machte und winterliche Verhältnisse, die den Namen auch verdienen, im Lautertal Einzug hielten. Grund dafür, war der Kreisskitag, der am Samstag auf dem Gelände des WFC in Neukirchen stattfand.
Der Wettergott hatte zwar ein Einsehen, aber ein Selbstläufer ist daraus nicht entstanden. "Wir haben sechs Tage lang 24 Stunden lang beschneit, um die Piste vernünftig zu präparieren", war von Ullrich Flurschütz zu erfahren. Nachdem es in der Nacht vor dem Skitag nochmals geschneit hat, musste Norbert Seitz mit der vereinseigenen Pistenraupe nochmals "ran" um beste Bedingungen für die Skiläufer zu schaffen.
Etwas Geduld mussten die über 50 Starterinnen und Starter aufbringen, bis der Startschuss fiel.


Mit elektronischer Zeitmessung

"Schuld daran " war die elektronische Zeitmessanlage, die erst noch in Stellung gebracht werden musste. Landrat Michael Busch zeigte sich sehr erfreut, dass die Kooperation zwischen Landkreis als Ausrichter und WFC als Veranstalter so gut funktioniert.
"Es ist toll, dass ihr das macht", lobte Busch in Richtung Flurschütz. Besonders hob Busch hervor, dass der Termin für den Kreisskitag aufgrund dessen, dass das Coburger Land eben nicht "schneesicher" ist, nur sehr kurzfristig anberaumt werden konnte. "Um so mehr ist das Engagement von Ullrich Flurschütz und seinen Helferinnen und Helfern zu würdigen", betonte Busch.
Für ihn war es auch erstaunlich, dass trotz des nicht gerade einladenden Wetters so viele Teilnehmer nach Neukirchen kamen. Überhaupt zeigte sich der Landrat von dem Gelände im Lautertaler Ortsteil begeistert. "Gerade für Kinder ist es ideal hier", meinte der Landrat. Nachdem alles gesagt, die Zeitmessung ihre Arbeit aufnehmen konnte, war es nach einer 30-minütigen Verspätung dann soweit.
Die erste Rennläuferin konnte sich auf den Riesenslalomkurs begeben. Der vierjährigen Mia Kirstner blieb es vorbehalten, den Wettbewerb zu eröffnen. Unter kräftigen Anfeuerungsrufen schlängelte sie sich gekonnte den Hang hinunter und kam ohne Sturz im Zielraum an.


"Dabei sein ist alles"

Dass sie bei allem Eifer die Zieldurchfahrt buchstäblich links liegen ließ" störte die Protagonisten in diesem Moment nur peripher. Sie war dabei nicht die einzige Rennläuferin, die es mit dem Wort "Ziel" nicht so genau nahm. Dem Spaß an der Sache tat dem Ganzen aber absolut keinen Abbruch.
Und das der olympische Gedanke "Dabei sein ist alles" bei allen Sportlern zu spüren war, machte den Kreisskitag richtig sympathisch. Bei aller Euphorie, die bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern herrschte, ein wenig mehr Resonanz hätte der Veranstalter, nachdem er so viel Herzblut eingebracht hat, durchaus verdient.